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15.01.2021

VBE: Starke Leistung der Schulen, die mehr Unterstützung benötigt

Fazit der ersten Schulwoche 2021

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW blickt auf die erste Schulwoche im laufenden Jahr.

„Auch wenn sicherlich nicht alles problemlos verlaufen ist, muss festgestellt werden, dass die Lehrkräfte und das pädagogische Personal in den Schulen trotz schwierigster Bedingungen mit hohem Engagement eine starke und unverzichtbare Arbeit leisten, um schulisches Lernen zu ermöglichen sowie Unterstützung und Betreuung zu bieten, wo sie nötig ist“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE.

Holpriger Schulstart

„Es war zwar ein holpriger Start, aber wir dürfen nicht vergessen, dass ein Schulstart nach Ferien immer einige Unwägbarkeiten und Überraschungen mit sich bringt – auch wenn er in Präsenz verläuft. Dass dann ein digitaler Start nicht ganz ruckelfrei sein kann, war deshalb absehbar. Dennoch profitieren Lehrkräfte, Schülerschaft und Eltern von ihren Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr. Alle Pädagoginnen und Pädagogen leisten unter den vorhandenen Umständen ihr Bestmögliches, um schulisches Lernen für die Kinder und Jugendlichen zu gestalten. Schule findet statt, obwohl die Schulgebäude wenig besucht werden. Fast leere Schulen dürfen in Debatten nicht mit fehlendem Unterricht gleichgesetzt werden. Das wird der Arbeit der Schulen und der Schülerinnen und Schüler nicht gerecht“, sagt Behlau.

Knappe Ressourcen sorgen teils für Frust auf allen Seiten

„Uns erreichen natürlich auch weiterhin Beschwerden über eine unzureichende Ausstattung. Kolleginnen und Kollegen, die in ihrer Schule kein funktionierendes WLAN oder ausreichend Geräte zur Verfügung haben, sind angespannt, da eine große Erwartungshaltung bei Eltern geschaffen wurde, die nicht überall erfüllt werden kann. Es ist wichtig, ehrlich und transparent zu kommunizieren, dass freigegebene Gelder alleine keinen Unterricht machen. Und es muss auch klargestellt werden, dass Probleme bei Lernplattformen oder bei Fragen der Ausstattung nicht in der Verantwortung von Schulleitungen oder Lehrkräften liegen. Lücken, die viele Regierungen zu verantworten haben, lassen sich nicht einfach schließen. Aber genauso gehört zur Wahrheit, dass niemand im Januar 2020 die Fortschritte in der schulischen Digitalisierung vorhergesehen hätte, auf deren Grundlage viele Schulen ihr Lernen auf Distanz derzeit gestalten“, erklärt der Landesvorsitzende des VBE NRW.

Perspektive aufzeigen

„Es ist nötig, zeitnah eine Perspektive für die kommenden Wochen und Monate zu bieten. Das verdienen alle am Schulleben beteiligten Akteure. Denn sowohl für die Schulen als auch für die Familien war und ist es ein großer Kraftakt, sich immer wieder auf neue Vorgaben einzustellen“, sagt Stefan Behlau.

Blick auf das ganze Schulsystem nicht verlieren

„Schule ist viel mehr als Abschlüsse und Zeugnisse. Teils sind aktuelle Debatten zu sehr auf die Abschlüsse fokussiert. Es muss um die Situation aller gehen, dazu gehören die Förderschulen, die oft vergessen werden, genauso wie die Haupt- und Realschulen. Alle Kinder und Jugendlichen verdienen bestmögliche Bedingungen für ihre Bildungswege. Auch wenn Prüfungen und Abschlüsse näher rücken, darf der Blick auf das ganze Schulsystem und damit auf die ganze Gesellschaft nicht verloren gehen“, erklärt der Vorsitzende des VBE NRW.

 

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Pressemitteilung 03/2021
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„Es ist eine harte Entscheidung, die uns allen viel abverlangt. Eltern sind gefordert, ihr Kind zu Hause zu lassen und zu betreuen. Schülerinnen und Schüler müssen unter erschwerten Bedingungen lernen. Lehrkräfte, pädagogisches Personal und Schulleitungen werden schulische Bildung trotz der notwendigen Distanz ermöglichen und Betreuung und Unterstützung gewährleisten, wo sie notwendig ist. Was die Kolleginnen und Kollegen trotz schwieriger Bedingungen leisten, verdient Respekt und Anerkennung. Die harten Maßnahmen sind gerade im Schulbereich eine enorme Zumutung, die aber zu ertragen ist, um das Ziel eines kontinuierlicheren Schullebens wieder zu erreichen. Die Gesundheit aller geht vor. Alle tragen Verantwortung. Ein starker Zusammenhalt ist jetzt entscheidend.“ 

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