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16.09.2020

VBE: Lehren muss gelernt werden – keine Abstriche bei der Lehrkräfteausbildung

Antrag zur Sicherstellung der Lehrkräfteversorgung

In dem Antrag zur Sicherstellung der Lehrkräfteversorgung, der morgen auf der Tagesordnung des Plenums im Landtag steht, nehmen sich die regierungstragenden Fraktionen eine ganze Menge vor – wenn auch zunächst nur als Prüfaufträge.

So sieht der Antrag einen Ausbau der Beratungsangebote für angehende Lehramtsstudierende, weitere Überlegungen zu Ergänzungsstudiengängen für gesuchte Lehrämter, eine optimierte Steuerung der Einstellung in Regionen mit besonderen Einstellungsbedarfen und eine Prüfung von Maßnahmen, die berufsbegleitende Ausbildung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern qualitativ zu verbessern, vor.

Als weitere Maßnahmen gegen den Lehrkräftemangel planen die Fraktionen jedoch auch, Möglichkeiten einer verkürzten Lehrkräfteausbildung prüfen zu lassen. Der VBE NRW fordert an dieser Stelle die Fraktionen, aber auch die Landesregierung auf, keine Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die zu Lasten der Ausbildungsqualität gehen.

„Beste Bildung gelingt nur mit bestausgebildetem Personal. Das benötigt Zeit, auch wenn diese der Politik fehlt. Diese Zeit aber gerade jetzt nicht zu investieren und nur auf Kurzfristigkeit zu setzen, würde nachhaltige Schäden verursachen. Es ist durchaus legitim, bewährte Wege und Strukturen kritisch zu prüfen und eventuelle Optimierungsmöglichkeiten zu finden. Lehren muss jedoch gelernt werden. Dazu gehört ausreichend Zeit für die Reflexion. Eine unzureichende Lehrkräfteausbildung geht zu Lasten vieler Schülergenerationen. Es darf keine Abstriche bei der Ausbildung geben. Eine Debatte über den Antrag mit der Expertise aus der Praxis ist nötig“, so der Landesvorsitzende des VBE NRW Stefan Behlau.

 

Weiterführende Informationen:

Antrag „Lehrkräfteversorgung sicherstellen: Möglichkeiten der passgenauen Lehrerausbildung nutzen“

Tagesordnung der morgigen Sitzung

 


Pressemitteilung 67/2020
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