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A13-Wahlprüfstein

Bündnis 90/Die Grüne, CDU, FDP und SPD bekennen sich in ihren Wahlprogrammen zu A13. Wir stellen die entscheidenden Aussagen gegenüber.

Bündnis 90/Die Grüne:

Grundschulen, aber auch Schulen in herausfordernden Lagen sowie die Berufskollegs sind besonders vom Lehrer*innenmangel betroffen. Wir wollen die Lehrer*innenversorgung – insbesondere die der Schulen der Sekundarstufe I in herausfordernden Lagen – besser steuern und dafür die Möglichkeiten des Personalrechts und der Reduzierung von Unterrichtsverpflichtungen, aber auch finanzielle und laufbahnbezogene Anreize nutzen. Dabei haben wir die Fach-, Werkstatt- und Technischen Lehrkräfte und die Situation der Seiten und Quereinsteiger*innen besonders im Blick. Wir wollen mit einer praxisnahen Ausbildungsreform und zusätzlichen (Weiter-) Qualifizierungsmöglichkeiten endlich alle Schulformen bedarfsgerecht mit Lehrkräften versorgen und die Attraktivität im Beruf sowie die Aufstiegschancen erhöhen. Neben Fortbildungsangeboten aller Art, digitalen, analogen wie hybriden, sollten dabei Vernetzungs- und Kommunikationsangebote im Mittelpunkt stehen, um „Peer Learning“ sowie „Co-Creation-Prozesse“ zu ermöglichen. Die gleiche Besoldung für alle Lehrämter (A13 als Eingangsbesoldung) – nicht nur für die neu ausgebildeten Lehrer*innen – ist unser Ziel.

Quelle: https://gruene-nrw.de/wahlprogramm-ltw/

CDU:

Wir werden die Angleichung der Lehramtsausbildung für den Bereich Primarstufe und Sekundarstufe I an die Ausbildung für Sekundarstufe II (also zehnsemestriges Studium plus 18 Monate Vorbereitungsdienst) besoldungsrechtlich umsetzen. Wir werden Bestandslehrerinnen und -lehrer einen Aufstieg in die Besoldungsgruppe A13 ermöglichen. Dafür werden wir ihnen Angebote für die modulare Qualifikation machen. Dies hat sich in der öffentlichen Verwaltung bewährt. Sie können so den Qualifikationsnachteil ausgleichen, den sie durch ihre kürzere Hochschulausbildung haben. Das gilt auch für Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit kürzerer Studiendauer aus anderen Bundesländern.

Quelle: https://mitmachen.cdu-nrw.de/wahlprogramm

FDP:

Wir wollen eine faire Vergütung und Besoldung für alle Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen und nehmen dabei beamtete Lehrkräfte und tarifbeschäftigte Lehrkräfte gleichermaßen in den Blick. Zugleich berücksichtigen wir dabei die Reform der Lehrerausbildung aus dem Jahr 2009. Unser Ziel ist dabei, dass allein aus der Unterschiedlichkeit der Lehramtsausbildung keine unterschiedliche Vergütung und Besoldung resultiert. Die Lehrämter sind gleichwertig und erfordern daher auch eine einheitliche Einstiegsbesoldung. Bei einer Neuordnung der Lehrkräftebezahlung müssen jenseits der Einstiegsbesoldung auch Beförderungsämter und eine faire Lösung für die Bestandslehrkräfte in den Blick genommen werden. Für den Schuldienst sind verlässliche und sichere Beschäftigungsverhältnisse auch im Tarifbereich von großer Bedeutung für die Personalversorgung an unseren Schulen und zudem für die persönliche Situation und berufliche Perspektive der betroffenen Lehrkräfte. Deshalb sollen noch vorhandene Kettenbefristungen weiter zurückgeführt und möglichst beendet werden. Hierfür schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen, damit unbefristete Beschäftigung vor allem auch für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger verstärkt angeboten werden kann.

Quelle: https://www.fdp.nrw/programme

SPD:

Wir brauchen jetzt eine Personaloffensive. Diese muss gemeinschaftlich von den Berufskollegs und den Hochschulen gestaltet werden. Es gilt, alle Schulen entsprechend ihren Bedarfen mit engagiertem und qualifiziertem Personal für die zukünftigen Herausforderungen auszustatten. Dazu gehören auch beispielsweise die Werkstattlehrkräfte, die Expertise aus dem Handwerk mit pädagogischen Kompetenzen verbinden. Für die Zukunft wollen wir berufliche Kompetenzen und Abschlüsse bei der Anerkennung für den Lehrberuf stärker berücksichtigen. Alle Lehrkräfte müssen den gleichen Lohn beim Eingangsgehalt verdienen. Zudem werden wir die Studienplätze für Lehramt, Sonderpädagogik und Sozialpädagogik massiv ausbauen und die Zugangsvoraussetzungen sinnvoll anpassen, um mehr Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal ausbilden zu können.

Quelle: https://www.nrwspd.de/wahlprogramm/

Um sich ein umfängliches Bild zu machen, raten wir dazu, die Wahlprogramme zu lesen.

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