StV/KV-LOGO
31.10.2019

Junger VBE: Gute Bildung erfordert eine gute Ausbildung

Rund 4000 angehende Lehrkräfte starten ins Referendariat

Anlässlich des Beginns des Vorbereitungsdienstes von rund 4000 Lehramtsantwärterinnen- und anwärter (LAA) zum 1. November blickt der Junge VBE NRW kritisch auf die Gestaltung der Ausbildung. Anforderungen an die LAA und Ausstattung der Schulen lassen sich laut dem Jungen VBE nicht immer in Einklang bringen.

„Stellen Sie sich vor, Sie müssen laut Prüfungsordnung eine Unterrichtsstunde mit sogenannten neuen Medien abhalten und Ihnen stehen Kreide, eine Tafel und ein Projektor zur Verfügung. Es ist frustrierend, wenn im Studium oder ZfsL gelernte Methoden in der Praxis nicht zum Einsatz kommen können. Hier steht die Ausstattung der Schulen nicht im Einklang mit der Ausbildung. Wir fordern eine sinnvolle und nachhaltige digitale Ausstattung aller Bildungseinrichtungen! Medienkompetenz zu vermitteln, erfordert eine angemessene Ausstattung“, erklärt Sonja Gänsel, Landessprecherin des Jungen VBE NRW.

Der Junge VBE blickt ebenfalls kritisch auf die Neugestaltung der Ausbildung für das Grundschullehramt. Seit Mai 2019 sieht die neue Verordnung vor, Mathematik und Deutsch zu einem kombinierten Fachseminar „Deutsch/Mathematik“ zusammenzufassen.

„Zwar begrüßen wir eine Ausbildung in Mathematik und Deutsch, aber die Umsetzung ist kritisch. Vertiefende didaktische und methodische Kenntnisse sowie ein breites Fachwissen steigern die Unterrichtsqualität, doch 18 Monate Ausbildungszeit sind dafür recht knapp. Gute Bildungsarbeit erfordert eine gute Ausbildung. Die Umstellung der Ausbildung ist auch für die Fachleiterinnen und -leiter eine zusätzliche Belastung“, erklärt Sonja Gänsel.

Für den Jungen VBE NRW ist es unverständlich, dass die Besoldung der Lehrämter noch immer ungleich ist. Dazu erklärt die Landessprecherin des Jungen VBE NRW: „Wenn sich Studierende für die Sek I oder die Grundschule entscheiden, dürfen sie nicht dafür bestraft werden. Das Arbeiten mit jüngeren Jahrgangsstufen ist nicht weniger anspruchsvoll als mit älteren Stufen. Seit 2009 müsste das Land durch die gleich lange Ausbildung alle Lehrämter gleich besolden, doch seit zehn Jahren passiert hier nichts. Sogar der dramatische Personalmangel sorgt nicht dafür, dass alle Lehrämter gleich attraktiv gemacht werden. Wir fordern gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.“

Hintergrund:

Jeweils im Mai und November beginnt der Vorbereitungsdienst für die angehenden Lehrkräfte in NRW. Hauptziel des Jungen VBE ist es, angehende und junge Lehrkräfte als kompetenter Ansprechpartner zu unterstützen. Das schließt Lehramtsstudierende und LAA genauso ein wie Lehrerinnen und Lehrer, die gerade in den Beruf eingestiegen sind oder sich in den ersten Berufsjahren befinden.


Pressemitteilung 02 2019a
Unsere aktuellen Pressemitteilungen:
12.12.2019
VBE: Wettbewerb um Ressourcen schafft keine Bildungsgerechtigkeit

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW kritisiert den Schulversuch „Talentschule“. „Jeder Versuch für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen, ist prinzipiell zu begrüßen, aber Schulen in einen Wettbewerb um bessere Ressourcen und mehr Personal zu schicken, ist mehr als bedenklich. Ein Wettbewerb um Ressourcen schafft keine Bildungsgerechtigkeit“, Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

11.12.2019
VBE: Inklusion ist die Aufgabe aller Schulformen

Die aktuell vom Schulministerium veröffentlichten Daten geben einen Einblick in die Ausgangslage der Neuausrichtung der Inklusion. Für die Umsetzung der Inklusion ist zunächst eine Bündelung der Ressourcen vorgesehen. Nach den vorgelegten Daten ist an 786 weiterführenden Schulen das Gemeinsame Lernen zum Schuljahr 2019/20 eingerichtet worden. Schwerpunktmäßig wurden Haupt-, Real, Sekundar- und Gesamtschulen Schulen des Gemeinsamen Lernens.

06.12.2019
VBE: Das ist doch keine Überraschung

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW fragt sich, ob auf die neue KMK-Prognose endlich ein Handeln ohne Notlösungen für die Schulen folgt.

03.12.2019
VBE: Ansporn für mehr Engagement und weniger Sonntagsreden

„Ein klarer Abstand zu den Spitzenreitern und weit entfernt von Chancengerechtigkeit – die Ergebnisse spiegeln die Bildungspolitik wider und sind nicht überraschend. Wir hoffen, dass PISA ein Ansporn für mehr Engagement und weniger Sonntagsreden ist. Helfen würde die Stärkung aller Schulformen. Der Fokus der Bildungspolitik liegt zu sehr auf den vermeintlich höchsten Schulabschluss“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW, anlässlich der heute vorgestellten PISA-Ergebnisse.

Grafik: VBE NRW
Die aktuelle CORONA-FAQ-Liste

Neu: Versicherung, Kitas

Grafik: © Mascha Tace/shutterstock.com
aus: Schule heute 05/2020

Schule mit Abstand

Grafik: GermanDream
Jetzt anmelden und buchen!

GD und VBE: Bundesweite Kooperation

Grafik: © PopTika / shutterstock.com
E[LAA]N

Ausgabe 73

Grafik: VBE NRW

Personalvertretungen für Lehrkräfte in NRW


URL dieses Artikels:
http://www.vbe-nrw.de/menu_id/683/content_id/5600.html

VBE-Bezirksverbände

Arnsberg Detmold Düsseldorf Köln Münster

copyright © 2001 - 2019 Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW