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03.11.2011

„Schultrojaner“ – auch NRW muss reagieren

VBE rät zu Dienst nach Vorschrift

„Zum vermeintlichen ‚Schultrojaner‘ der Schulbuchverlage muss Ministerin Löhrmann eindeutig Stellung beziehen, um allen öffentlichen Spekulationen Einhalt zu gebieten. Die geplante Software liegt zwar noch nicht vor, doch es gilt, die Einführung einer sogenannten Plagiatssoftware vorerst zu stoppen und das Vorhaben erneut auf den Prüfstand zu stellen“, erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE NRW), zur aktuellen Debatte. Der VBE sei gespannt, was die Datenschutzbeauftragten von Nordrhein-Westfalen nach Prüfung der geplanten Software sagen werden.

Die Einführung des sogenannten Schultrojaners sei der falsche Weg, um den berechtigten Interessen der Urheber Rechnung zu tragen. Das Kernproblem liege eigentlich darin, dass Schulen seit Jahren vergeblich um ausreichende Mittel für die Anschaffung von Schulbüchern, Arbeitsheften, CD´s und DVD´s Original kämpfen würden. Um ihren Bildungsauftrag erfüllen zu können, seien Lehrkräfte in wachsendem Maße auf Kopien aus aktuellen Werken angewiesen. Bei den Lehrerinnen und Lehrern in NRW stoße der Einsatz einer Software zum Aufspüren digitaler Raubkopien auf mehr als Unverständnis.

„Sie fühlen sich unter Generalverdacht gestellt, ständig gegen das Urheberrecht zu verstoßen“, bekräftigt Beckmann. „Der VBE rät zu Dienst nach Vorschrift. Anstatt Material zu kopieren oder zu scannen, sollten Bestelllisten an die Schulträger gesendet werden. Ebenso sollten die Lehrer kein privates Geld mehr für zusätzliche Unterrichtsmaterialien einsetzen.“

Vor diesem Hintergrund fordert der VBE die Landesregierung dazu auf, endlich eine ausreichende Finanzierung der Schulen auch hinsichtlich der Lernmittel sicherzustellen. „Denn hier hat sich seit über zehn Jahren nichts Wesentliches getan. Dies hat zur Folge, dass es an Schulen oft veraltete Lehrmittel oder unzureichende Klassensätze gibt“, betont der VBE-Vorsitzende.

PM 51/11

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