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04.05.2020

VBE: Klare Informationen und tragfähige Wege

Offener Brief zur Wiedereröffnung der Schulen

Die Zeit der Unklarheiten, der Eitelkeiten, der kurzfristigen Information und der Alleingänge muss ein Ende finden.

Der Verband Bildung Erziehung (VBE) NRW fordert in einem Offenen Brief den Ministerpräsidenten des Landes NRW Armin Laschet und die zuständige Schulministerin Yvonne Gebauer auf, klare, transparente und nachvollziehbare Fahrpläne für die Wiedereröffnung der Schulen aufzustellen und entsprechende Vorbereitungen für das kommende Schuljahr zu treffen.

„Die chaotische Kommunikation der letzten Tage hat nicht nur für Unruhe und Empörung unter den Kolleginnen und Kollegen gesorgt. Schulleitungen und Lehrkräfte sind nahezu fassungslos und zutiefst verärgert über ihren Dienstherrn, der sie zum wiederholten Male im Regen stehen ließ. Es ist endlich an der Zeit, verantwortlich zu handeln. Die Schulen benötigen klare und nachvollziehbare Informationen, wie sich die Landesregierung den von ihr immer wieder apostro-phierten ‚Weg in eine verantwortungsvolle Normalität‘ vorstellt“, so Stefan Behlau, der Landesvorsitzende des VBE NRW.

Der VBE NRW hat seit Beginn der Pandemie die notwendige Zeit gefordert, um miteinander in den Austausch über tragfähige Konzepte zu kommen und vor einer zu großen Eile gewarnt.

„Es darf keine Schnellschüsse geben. Die Schulen wurden durch eine Vollbremsung geschlossen, die Wiedereröffnung darf nicht drängelnd auf der Überholspur passieren. Die Tragfähigkeit der Wiederaufnahme des schulischen Betriebs ist entscheidender als das Tempo. Diese Tragfähigkeit ist wichtiger und mehr im Sinne der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Kollegien an den Schulen als der Kampf um die Deutungshoheit der Lockerungen oder der Wettlauf um das vermeintlich beste Krisenmanagement“, erklärt Behlau.

In dem Offenen Brief legt der VBE NRW zudem seine bisher in dem dynamischen Prozess formulierten konkreten Forderungen für die Wiederinbetriebnahme der Schulen dar.

Link zum Offenen Brief des VBE NRW:
http://vbe-nrw.de/downloads/Pressemitteilungen/Brief_MP__Schulministerin_bzgl._17.Schulmail_MSB__04.05.20.pdf


Pressemitteilung 34/2020
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01.05.2020
VBE: Herausforderungen sind schon groß genug

Der VBE NRW kritisiert die chaotische Kommunikation der Landesregierung zur Schulöffnung. Dazu Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE:

„Die Mammutaufgabe der schrittweisen Wiedereröffnung der Schulen kann nur gelingen, wenn den Schulleitungen transparente Vorgaben gegeben werden, die verlässlich sind. Allein auf der Grundlage verlässlicher Informationen können die Schulen den von der Landesregierung sogenannten „Weg in eine verantwortungsvolle Normalität“ gestalten. Die Herausforderungen sind schon groß genug, Auseinandersetzungen innerhalb der Landesregierung schaden nur. Von einer – auch verantwortungsvollen – Normalität sind wir weit entfernt.“

30.04.2020
VBE: Es ist unbegreiflich

Mit großem Erstaunen nimmt der VBE NRW die 17. Schulmail des Ministeriums für Schule und Bildung zur Kenntnis.

„Es ist unbegreiflich, dass in den Informationen zur Wiederaufnahme des Unterrichts an den Grundschulen und den Primarstufen der Förderschulen notwendige konkrete Hinweise und Rahmenvorgaben fehlen“, erklärt Anne Deimel, stellvertretende Landesvorsitzende des VBE NRW.

28.04.2020
VBE: Nur gemeinsam, in enger Absprache und mit vielen individuellen Lösungen denkbar

„Es wird eine Mammutaufgabe sein, den Schulbesuch für alle zu ermöglichen. Dies kann nur schrittweise und in enger Absprache mit der Praxis gelingen. Standortspezifische und sehr kreative Wege werden nötig sein, denn die Schulen sind völlig unterschiedlich ausgestattet. Sicherheit und Schutz müssen weiterhin Vorrang haben. Landesregierung und Schulträger sind stark gefordert, auf Schuldzuweisungen zu verzichten und gemeinsam die Schulen bestmöglich zu unterstützen. Klar muss sein: Von einem typischen Schulalltag sind wir noch weit entfernt“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW, anlässlich der jetzt bekannten Zielvorgabe der Kultusministerkonferenz.

23.04.2020
VBE: Keine Rückkehr zur Normalität

„Der Weg zu einem Schulbetrieb, wie er vor Corona war, ist noch sehr weit. Der erste behutsame Schritt war und ist eine immense Herausforderung für die Schulen. Von einem normalen Schulbetrieb sind wir noch sehr weit entfernt. Vor den Schulleitungen, den Kollegien und den Schulträgern liegen noch weitere große Aufgaben, um den nächsten Schritt am 4. Mai zu gehen. Hierzu bedarf es einer engen Begleitung und intensiven Unterstützung der Schulen – auch durch das Ministerium. Offene Fragen sind nach wie vor zu klären und vor allem ist deutlich zu machen, dass selbst die weiteren Schritte keine Rückkehr in die schulische Normalität bedeuten. Weder werden alle Schülerinnen und Schüler zur Schule kommen können, noch kann Unterricht nach Plan in der regulären Zeitschiene abgehalten werden. Es ist Aufgabe der Politik auch unbequeme Wahrheiten offen auszusprechen und nicht falsche Erwartungen zu wecken“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.  
 

22.04.2020
VBE: Normalität nicht durch ambitionierte Zeitpläne erreichbar

„Auch wenn es nachvollziehbar ist, dass die Regierung ein Signal in Richtung Normalität senden will, stellt sich die Frage, warum den Schulen und den Schulträgern nicht mehr Zeit gegeben worden ist. Gerade Signale, die in Richtung Normalität gehen sollen, müssen nachhaltig und sorgfältig gesetzt werden. Ambitionierte Zeitpläne gefährden diese Nachhaltigkeit“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW

21.04.2020
VBE: Schülerschaft und Lehrpersonal sind keine Versuchskaninchen

„Die Schulleitungen und Kollegien tun zurzeit ihr Möglichstes, um den sehr knappen Zeitplan zur Wiedereröffnung der Schulen zu schultern. Es gilt, Lerngruppen einzuteilen, Unterricht neu zu strukturieren, der nicht vergleichbar ist mit dem Unterricht vor dem Lockdown und gleichzeitig die notwendigen Maßnahmen und Maßgaben zum Schutz unter schwierigen Bedingungen zu organisieren. Die Situation in den Schulen im Land ist sehr herausfordernd. Die Schulen brauchen ausreichend Zeit, eine klare Kommunikation und eine angemessene Unterstützung. Landesregierung und Schulträger müssen dringend miteinander und nicht übereinander reden, um die Schulen zu unterstützen. Bei sämtlichen Entscheidungen sollte in erster Linie die Gesundheit aller im Mittelpunkt stehen. Schülerschaft und Lehrpersonal sind keine Versuchskaninchen“, erklärt Stefan Behlau, Vorsitzender des VBE NRW.

17.04.2020
VBE: Zuerst dafür sorgen, dass der fragile Fahrplan zur Wiederaufnahme des Unterrichts gelingt

Zu den Anregungen und Hinweisen, eventuell die Sommerferien zu verkürzen, um Lerndefizite von Schülerinnen und Schülern besser aufholen zu können erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW: „Alle verantwortbaren Kräfte in den Schulen sind jetzt im Einsatz, dass der noch sehr fragile Fahrplan zur Wiederaufnahme des Unterrichts auch gelingt – Ansätze eines Fahrplans, in dem von einer Wiederauf-nahme des regulären Schulbetriebs bis zu den Sommerferien keine Rede sein kann. Dies stellt die Schulen, die Kollegien, die Schulleitungen und die Schulträger aktuell vor immense Herausforderungen, die zudem noch mit vielen offenen Fragen versehen sind.“

16.04.2020
VBE: Immense Herausforderung für Schulen

Anlässlich der heutigen Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung und des Berichts der Schulministerin Yvon-ne Gebauer zu den Plänen der Landesregierung, die Schulen ab Donnerstag kommender Woche wieder für die Prüfungsjahrgänge zu öffnen, erklärt Stefan Behlau, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW: „‘Abstand und Schutz werden neuer Maßstab in unserem Alltag`, sagte Armin Laschet gestern. Dies muss auch für die Schülerinnen und Schüler der Prüfungsjahrgänge und die sie unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen gelten. Es wird eine immense Herausforderung für Schulen, Kollegien und Schulleitungen sein, diesen Maßstab innerhalb von drei Tagen an den Schulen zu organisieren, einzuführen und durchzuhalten. Wenn dies nicht gelingt, dürfen die Schulen nicht geöffnet werden.“

15.04.2020
VBE: Sicherheit geht vor Eile

„So schwierig jeder Tag ohne Schulbetrieb auch ist: Sicherheit geht vor Eile. Die schrittweise Öffnung erfordert einen durchdachten Plan in Absprache mit der Praxis. Schulen und Schulträger benötigen Zeit. Nach der Vollbremsung wäre ein Start auf der Überholspur verfehlt. Erst wenn vorher festgelegte Standards für die Gesundheit aller umgesetzt sind, kann die schrittweise Öffnung der Schulen beginnen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

14.04.2020
VBE: Schutz, Gesundheit und Fürsorge gehen vor

„Bei allen Überlegungen zur Wiederaufnahme des Unterrichts müssen der größtmögliche Schutz und die Gesundheit deutlich im Vordergrund stehen. Erst wenn diese gewährleistet sind, kann es zu einer stufenweisen Wiedereröffnung kommen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW, mit Blick auf die aktuelle Diskussion über die Wiedereröffnung der Schulen.

07.04.2020
VBE: Es geht um alle Schülerinnen und Schüler

Die Abschlüsse der Schülerinnen und Schüler sind morgen ein Thema im Schulausschuss. Dazu Stefan Behlau, Vorsitzender des VBE NRW: 

03.04.2020
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Heute informierte das Schulministerium die Schulen über den aktuellen Stand zu den Auswirkungen auf den Schulalltag. Unter anderem wird VERA 3 ausgesetzt und die Notbetreuung in Schulen zur Abwehr von Kindeswohlgefährdungen erweitert. Wie es nach den Osterferien konkret weitergehen wird, werden die Schulen erst am 15. April erfahren.

02.04.2020
VBE: Vergleichsarbeiten sind jetzt fehl am Platz

Wie die Kultusministerkonferenz heute bekannt gegeben hat, wurde die Verpflichtung an der Teilnahme an VERA 3 aufgehoben und damit in die Freiwilligkeit der Länder gestellt. Dazu Anne Deimel, stellvertretende Landesvorsitzende:

02.04.2020
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Wie das Schulministerium soeben mitteilte, sollen den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern keine Nachteile in der zweiten Staatsprüfung durch Corona entstehen.

01.04.2020
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