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20.05.2019

VBE: Wer die Schulen stärkt, stärkt direkt die Zukunft der Demokratie

Zum geplanten jährlichen Demokratiebericht zur Lage der politischen Bildung

Anlässlich des geplanten künftigen jährlichen Berichts zur Lage der politischen Bildung in NRW, weist der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW auf die besondere Bedeutung von Demokratievermittlung in Schule, aber auch auf die dafür notwendigen Ressourcen hin. „In Zeiten des Populismus, der scheinbar einfachen Antworten auf die vielschichtigen Fragen unserer Zeit; in Zeiten, in denen menschenverachtende, rassistische oder homophobe Äußerungen unter dem Deckmantel des „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ wieder Konjunktur haben, hat Schule umso mehr die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler zu informieren und sie zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen, zu aufgeweckten Menschen, die Aussagen kritisch einordnen können und in der Lage sind, zu widersprechen. Durch das Grundgesetz haben wir dafür ein starkes Fundament. Wir wollen das Grundgesetz erlebbar machen können und zwar in al len Schulen des Landes. Voraussetzung dafür ist Bildungsgerechtigkeit. Wer die Schulen stärkt und angemessen ausstattet, stärkt direkt die Zukunft der Demokratie“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

Die Schule bietet für die Vermittlung der Werte des Grundgesetzes erlebbare Möglichkeiten. Die VBE-Umfrage* ‚Wertorientierung und Werterziehung NRW‘ zeigt, dass Eltern und Lehrkräfte die praktische Auseinandersetzung als förderlich beurteilen. „Nicht nur im Geschichts- und Politikunterricht ist das Grundgesetz ein Thema. Das Grundgesetz ist ideal für fächerübergreifendes Lernen. Projektwochen und Workshops laden dazu ein, es in Planspielen erlebbar zu machen oder auf kreative Weise die Bedeutung noch besser zu verstehen. Werte müssen erlebt und gelebt werden. Durch die Schule können junge Menschen eine an der freiheitlich-demokratischen Grundordnung orientierte Wertehaltung entwickeln. Wenn es nicht gelingt, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Haltung in einer Demokratie für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung entwickeln können, hat das erschreckende Auswirkungen auf unsere gesamte Gese llschaft. Leider ist das in Zeiten des massiven Lehrkräftemangels eine größere Herausforderung. Schulen benötigen ausreichend Freiräume und Zeit, um eine grundlegende Demokratieerziehung erlebbar zu machen“, erklärt Behlau.

Die VBE-Werteumfrage zeigt, dass sowohl Lehrkräfte (98 %) als auch Eltern (83 %) der Demokratieerziehung eine hohe Bedeutung als Bildungsziel beimessen. Beide Gruppen sehen aber auch, dass es starke Defizite in der Umsetzung gibt. Lediglich 45 Prozent der befragten Eltern und 56 Prozent der befragten Lehrkräfte meinen, dass die Demokratieerziehung als Bildungsziel voll und ganz erreicht wird.

 

Weiterführende Informationen:

Den Bericht der Wertestudie können Sie hier als PDF downloaden.

Tagesordnung des Plenums am Donnerstag

Videoumfrage zur Werteerziehung unter Lehrkräften

VBE-Magazin ‚Schule heute‘ zum Grundgesetz


Pressemitteilung 44-2019
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VBE: Das kann nur mit ausreichend Personal funktionieren

Schulministerin Gebauer stellte heute den Aktionsplan gegen Diskriminierung und Gewalt an Schulen vor. „Wir begrüßen präventive Maßnahmen gegen Gewalt. Die Vermittlung von Werten spielt dabei eine entscheidende Rolle. Demokratievermittlung ist auch Gewaltprävention. Allerdings kann das nur mit ausreichend Personal funktionieren. Für die Schulen ist der Ausbau des schulpsychologischen Dienstes ein wichtiger Schritt. Hilfsangebote für Schulen sind notwendig. Entscheidend ist die Stärkung des pädagogischen Personals in der Schule. Wir fordern für jede Schule mindestens eine Landesstelle für Schulsozialarbeit. Das braucht die Praxis und gehört in den Haushalt 2020“, fordert Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

17.05.2019
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5.539 junge Menschen verließen im vergangenen Jahr ohne jeglichen Abschluss die Schule. Das geht aus der heute veröffentlichten Statistik von Information und Technik NRW hervor. „Das darf nicht sein. Wir müssen dafür sorgen, dass alle Jugendlichen die Schule mit einem Abschluss verlassen, damit sie eine Anschlussmöglichkeit auf dem Arbeitsmarkt erhalten. 5.539 Jugendliche ohne jeglichen Abschluss ist ein Ergebnis ungleicher Chancen auf Bildung. Nach den vielen Diskussionen um G8 wünsche ich mir Chancengerechtigkeit als nächstes große Bildungsthema – und zwar nicht in Form von Leuchtturmprojekten“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

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Auf der Tagesordnung des Schulausschusses stehen heute Berichte und Anträge zur schulischen Inklusion, der Schulsozialarbeit und in der Anhörung ist der gravierende Lehrkräftemangel das Thema. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW hofft auf unterstützende Weichenstellungen für die Bildung im Land. „Die Pädagoginnen und Pädagogen arbeiten zu oft am Limit. Nahezu sämtliche Vorhaben fallen oder stehen mit der ausreichenden Personalversorgung. Ohne Entlastungen wird sich der Personalmangel sogar noch verschärfen. Dringend nötig wären weitere pädagogische Fachkräfte“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

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Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW begrüßt die heutige Pressemitteilung des NRW-Finanzministers Lienenkämper zur Umsetzung des Tarifergebnisses der Einkommensrunde 2019 und Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger, weist aber auf weitere notwendige Schritte hin. „Die Umsetzung des Tarifergebnisses und die Übertragung sind erste Schritte und wichtige Signale. Schule muss ein attraktiver Arbeitsplatz sein. Für mehr Wertschätzung waren tarifbeschäftige und verbeamtete Pädagoginnen und Pädagogen in Düsseldorf im März gemeinsam auf der Straße“, erklärt Jutta Endrusch, stellvertretende Landesvorsitzende des VBE NRW und Mitglied der Verhandlungskommission des dbb.

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Mit Blick auf den Referentenentwurf der KiBiz-Reform und dem kommenden Tag der Kinderbetreuung1 sagt Barbara Nolte, VBE-Referatsleiterin Erzieherinnen und Erzieher: „Ich ermutige alle Eltern, nicht nur am Tag der Kinderbetreuung ein Dankeschön an meine Kolleginnen und Kollegen zu richten. Das motiviert uns, denn die Erzieherinnen und Erzieher leisten Tag für Tag weit mehr als die Rahmenbedingungen es eigentlich hergeben. Die Politik ist aber noch in der Bringschuld. Leider unterschätzt der vorgelegte Gesetzesentwurf den Fachkräftemangel und die damit verbundenen Belastungen für die Erzieherinnen und Erzieher. Der große Anteil der Kita-Leitungen ist bislang mit der Politik unzufrieden2. Das Vertrauen wiederzugewinnen, ist nur mit echten Verbesserungen der Erzieher-Kind-Schlüssel und klaren Regelungen zu Vertretungszeiten, Fortbildungszeiten sowie Vor- und Nachbereitungszeiten zu erreichen. Hier müssen w ir den Gesetzentwurf auf ‚Herz und Nieren‘ prüfen, ob die angedachten Personalbemessungen diesen realen Anforderungen der Praxis auch entsprechen. Die Flexibilisierung der Öffnungszeiten steht für uns daher nicht an erster Stelle."

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