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17.01.2018

VBE: Beste Bildung kostet mehr

NRW-Haushalt

‚In Zeiten des akuten Lehrermangels kann sich das Land die Einsparung der gerechteren Bezahlung aller Lehrkräfte nicht länger leisten. Leider fehlt dieser entscheidende Punkt im Haushalt. Ohne eine Nachbesserung wird es schwer, die 2048 neuen Lehrerstellen zu besetzen. Besonders ärgerlich ist, dass 183 dieser Stellen nur der Messung des Unterrichtsausfalls dienen sollen, der bereits bestens bekannt ist. NRW braucht Lehrerinnen und Lehrer für den Unterricht und nicht für die Messung des Unterrichtsausfalls‘, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, zur anstehenden Verabschiedung des ersten Jahresetats der schwarz-gelben Koalition.

Für das kommende Jahr wurde angekündigt, die neu ausgebildeten Grundschullehrkräfte besser zu bezahlen. ‚Die Regierung darf die Praxiserfahrung der alt ausgebildeten Lehrkräfte nicht ignorieren. Alle Lehrerinnen und Lehrer verdienen für ihre Arbeit A13 /EG13 als Einstieg und zwar unabhängig von der Schulform. Für 2019 erwarten wir eine gerechtere Bezahlung aller Lehrkräfte‘, fordert Behlau.

Der VBE begrüßt, dass die Landesregierung in einigen Punkten den VBE-Forderungen gefolgt ist. Die Bezahlung der Konrektorinnen und Konrektoren wird angeglichen. Ein wichtiger Schritt gegen den Schulleitermangel, da aus der Vertretung in der Regel die neue Schulleitung entsteht. Leider sind die Arbeitsbedingungen nicht angemessen. Den Leitungen stehen nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung‘, erklärt der VBE-Landesvorsitzende.

Enttäuschend ist, dass eine gerechtere Besoldung der Fachleiter nach wie vor ausgeklammert wird. In den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung existiert eine Zweiklassengesellschaft. Die Kolleginnen und Kollegen in der Lehrerausbildung verdienen mehr Wertschätzung und keine Ungleichbehandlung‘, fordert Stefan Behlau.

Die Stellenausweitung der sozialpädagogischen Fachkräfte für die Schuleingangsphase ist ein Erfolg für den VBE. ‚Wir bleiben bei unserer Forderung, dass alle Kinder und alle Schulen von der Arbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte profitieren sollten. Das wäre ein wichtiger Schritt für mehr Chancengleichheit‘, so Behlau. Die bisherigen 593 Stellen sollen auf insgesamt 1193 Stellen aufgestockt werden. Um den komplexen Anforderungen an Schule angemessen zu begegnen, müsse das Arbeiten in multiprofessionellen Teams zum neuen Standard werden.

Investitionen für die Ausweitung von Sprachkursen begrüßt der VBE. Es sollte aber in Lehrkräfte investiert werden, die für solche Kurse ausgebildet sind‘, erklärt der Landesvorsitzende des VBE.

Der VBE fordert stärker in Chancengleichheit zu investieren. Stefan Behlau: ‚Höhere Ausgaben pro Schüler, flächendeckende Schulsozialarbeit und kleinere Lerngruppen sind zwingende Maßnahmen, um mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit zu erreichen. 2019 muss hier nachgebessert werden.‘


Pressemitteilung 05-2018
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‚Der Bedarf an Sanierungen ist überdeutlich. Ein Grund für den Sanierungsstau sind die Einsparungen im öffentlichen Dienst. Wenn Gelder vorhanden sind, müssen diese bewegt werden können. Ohne Personal gehen die Zahnräder nicht ineinander. Das gilt für Verwaltungen ebenso wie für Schule. Personalplanung nicht vorausschauend zu betreiben, das rächt sich. Wie hoch der Personalmangel in ganz Deutschland ist, hat unser Dachverband, der dbb, bereits Anfang des Jahres deutlich gemacht‘, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Bildung und Erziehung, zu der WDR-Recherche zum Förderprogramm ‚Gute Schule 2020‘.

12.01.2018
VBE: Zu viele führungslose Schulen in NRW

„Die beste Maßnahme gegen den Schulleitermangel wäre eine echte Wertschätzung in Form von angemessenen Arbeitsbedingungen. Auf der einen Seite wird viel gefordert und der Anspruch an Schule ist gewachsen, auf der anderen Seite stehen den Schulleitungen nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung. Erst ein gut finanziertes Bildungs- und Schulsystem wird sowohl den Schulleitermangel als auch den Lehrermangel beheben“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anlässlich des Pilotprojekts für die Gewinnung von Schulleitungen in Duisburg.

09.01.2018
Zum NRW-Haushalt 2018

„Nach jahrelanger Unterfinanzierung ist es unumgänglich, stärker in Schule zu investieren. Die Neuschaffung von 2048 Stellen ist ein richtiger Schritt. Allerdings gibt es noch zu wenig Anreize, um die offenen Stellen zu besetzen. Damit aus den neuen Lehrerstellen nicht noch mehr Leerstellen werden, braucht NRW eine gerechtere Besoldung aller Lehrkräfte. In Zeiten des akuten Lehrermangels kann sich das Land die Einsparung der gerechteren Besoldung nicht länger leisten“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anlässlich der heute vorgestellten Pläne zur Verabschiedung des Haushalts durch die Fraktionsvorsitzenden der CDU und der FDP.

04.01.2018
VBE: Bildungsauftrag kaum erfüllbar

„Alle Kinder verdienen die gleiche Chance auf Bildung und Erziehung. Dem steht in vielen Kitas leider der unzureichende Betreuungsschlüssel im Weg. Gleichzeitig sind Erzieherinnen und Erzieher eine Mangelware auf dem Arbeitsmarkt. Ein Grund ist die Bezahlung, die mit dem hohen Anspruch des Berufs nicht vereinbar ist“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anlässlich der Einschätzung des Deutschen Beamtenbundes (dbb), wonach in ganz Deutschland rund 130.000 Erzieherinnen und Erzieher fehlen.

21.12.2017
VBE: Dieses Signal kann die Landesregierung nicht ignorieren

Der VBE hat sich der gemeinsamen Stellungnahme des Städte- und Gemeindebundes NRW für eine konsequente Wiedereinführung des neunjährigen Abiturs angeschlossen. „Ein so deutliches und starkes Signal gegen G8 muss Gehör finden. Ob kommunale Spitzenverbände, Bildungsgewerkschaften oder Elternvertretungen: Wir alle sind entschieden für eine stringente Rückkehr zu G9", erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anlässlich der gemeinsamen Stellungnahme.

20.12.2017
VBE: Schulen nicht alleine lassen

„In Konfliktfällen benötigen sowohl Schülerschaft als auch Lehrkräfte ausreichend Rückendeckung. Das Phänomen Cybergewalt ist schon lange kein Neuland mehr. Dennoch sind Hilfen für den Umgang mit Mobbing im digitalen Raum unzureichend. Ein Bedarf an Fortbildungen und Ansprechpartner für die Schulen bei Problemen ist unstrittig, auf die Gestaltung kommt es an“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anlässlich des Antrags der Grünen heute im Landtag.

20.12.2017
VBE: Schülerinnen und Schüler brauchen Vorbilder aus beiden Geschlechtern

Nur jede vierte Lehrkraft an allgemeinbildenden Schulen in NRW ist männlich. Das zeigt die Statistik von IT NRW. „Mädchen und Jungen müssen die Chance haben, sich an beiden Geschlechtern zu orientieren. Es gibt nur wenige männliche Rollenvorbilder in Schulen. Das Klischeedenken bei der Berufswahl ist ein Problem, wenn es um die pädagogische Arbeit mit jüngeren Kindern geht. Das sollte die Landesregierung bei ihrer geplanten Werbekampagne für den Lehrerberuf berücksichtigen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anlässlich der heute vorgestellten Statistik.

19.12.2017
VBE: Qualitätsstandards für mehr Chancengleichheit

„Quantität und Qualität müssen bei der Gestaltung im Gleichklang sein. Gute Bildung darf nicht vom Wohnort abhängig sein. Noch ist die Qualität des Ganztags eine Glückssache. Klare Qualitätsstandards und sichere Arbeitsbedingungen für die Honorarkräfte sind dringend notwendig,“ erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, zum geplanten Ausbau des Offenen Ganztags in NRW.

15.12.2017
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„Weitere Tests können die Stressbelastung erfassen, aber nicht zwingend eine genauere Beurteilung für die Schulformempfehlung schaffen. Stattdessen brauchen wir ein Übergangsmanagement, das die regionalen Unterschiede berücksichtigt. Für ein erfolgreiches Übergangsmanagement müssen sich in einer Kommune die Lehrkräfte der Grundschulen und der weiterführenden Schulen gemeinsam mit der Schülerschaft sowie deren Eltern auf neue Wege machen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung, zur Studie „Faire Beurteilung des Leistungspotentials von Schülerinnen und Schülern“ der Stiftung Mercator.

14.12.2017
VBE: Wir vermissen Investitionen für mehr Chancengleichheit

„Höhere Ausgaben pro Schüler, flächendeckende Schulsozialarbeit und echte Maßnahmen gegen Unterrichtsausfall sind zwingende Investitionen, um mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit zu erreichen. Wir können es uns als Gesellschaft nicht leisten hier zu sparen“, fordert Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Bildung und Erziehung, anlässlich der heutigen Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses.

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