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17.07.2014

VBE: Schulkonsens trägt Früchte – längeres gemeinsames Lernen liegt im Trend

Bilanz: 3 Jahre Schulkonsens – nicht überall eitel Sonnenschein

Der Schulkonsens, der am 19. Juli 2011 vereinbart worden ist, hat die Schullandschaft in NRW erheblich verändert, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW: „Besonders positiv ist, dass es mittlerweile 108 Sekundarschulen gibt und 73 neue Gesamtschulen – das zeigt: Schulen des längeren gemeinsamen Lernens liegen bei den Eltern ungebrochen im Trend.“ Dennoch gelte es, inne zu halten und die Entwicklungen auf ihre Zukunftsfähigkeit hin zu prüfen, so Beckmann.

„Das Thema Inklusion und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Schulsystem wurden 2011 bewusst ausgeklammert“, erklärt Beckmann, „Dies lässt sich 2014 nicht mehr aufrechterhalten. Deswegen muss jetzt geprüft werden, welche Stellschrauben nachgedreht werden müssen, damit der Schulkonsens vor dem Hintergrund der gesetzlich verankerten inklusiven Beschulung zeitgemäß bleibt“, so Beckmann.

Im Blick gehalten müsse auch, welche Auswirkungen die zunehmende Zahl der Neugründungen der Schulen des längeren gemeinsamen Lernens auf die bestehenden Schulen des gegliederten Systems hat. „Hierbei ist es wichtig, zu gewährleisten, dass alle Schülerinnen und Schüler an auslaufenden Schulen – vornehmlich Haupt- und Realschulen – bis zum Schluss eine qualitativ hochwertige Bildung bekommen, so Beckmann: „Die Leitlinien für Personalmaßnahmen an auslaufenden Schulen, die der VBE gemeinsam mit anderen Lehrerorganisationen und der Landesregierung auf den Weg gebracht hat, sind ein guter Weg, um allen an Schule Beteiligten Planungssicherheit zu geben und die Fachlichkeit zu sichern.“ Damit der Wandel der Schullandschaft gelingt und es keine Verlierer gibt, bedürfe es weiterhin der gemeinsamen Anstrengung von allen an Schule Beteiligten.

Dennoch gäbe es immer noch Baustellen, die dringend angegangen werden müssen, macht Beckmann klar: „Die Veränderungen in der Sekundarstufe I verlangen nach einer Neuordnung der Schulaufsicht. Außerdem muss das Problem, dass viele Lehrkräfte unterschiedlich bezahlt werden, obwohl sie die gleiche Arbeit machen, endlich gelöst werden.“


Pressemitteilung 40-14
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