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03.08.2020

VBE: Neue Infektionszahlen prägen den Schulstart in NRW

Pressekonferenz des MSB zum Schuljahr 2020/2021

„Die strenge Vorgabe der Maskenpflicht ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir in kein normales Schuljahr starten. Von einem Regelbetrieb sind wir weit entfernt. Für alle wird sichtbar: Corona ist nicht vorbei. Die neuen Infektionszahlen prägen den Schulstart in NRW.Die Maskenpflicht wird den schulischen Alltag und das Unterrichtsgeschehen stark beeinflussen und auch beeinträchtigen. Der Ganztag mit Maske ist für uns alle nur schwer vorstellbar, doch sind die strengen Vorgaben seitens des Ministeriums nachvollziehbar ob der Verantwortung die NRW, das als erstes großes Bundesland mit dem neuen Schuljahr beginnt, trägt. Der Gesundheitsschutz der Kinder, Jugendlichen und aller Beschäftigten muss im Vordergrund stehen. Nur wenn sich alle in Schule sicher fühlen, kann der Start in das neue Schuljahr gelingen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

Distanzunterricht

„Das Lernen auf Distanz wird dem Präsenzunterricht gleichgestellt, bei vorhandener Ausstattung soll es digital durchgeführt werden. Es war notwendig, dass den Lehrkräften als erster Schritt ein rechtlicher Rahmen sowie Handreichungen zur Verfügung gestellt werden, die sowohl die Leistungsbewertung als auch die Entwicklung organisatorischer, pädagogischer und didaktischer Konzepte unterstützen“, sagt Behlau.

Digitale Endgeräte

„Digitale Endgeräte für digitales Lernen sind eine Selbstverständlichkeit. Der VBE hatte diese stets für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte gefordert. Gut, dass hier der Weg nun beschritten wird. Es muss aber allen bewusst sein, dass wir erst am Anfang des Weges stehen. Die digitalen Endgeräte werden nicht von jetzt auf gleich in allen Schulen ankommen“, betont der Vorsitzende des VBE NRW.

Maßnahme zur Lehrkräfteversorgung

„Die Maßnahme, Lehrkräfte an Gymnasien einzustellen und diese in Schulformen einzusetzen, die unter Lehrkräftemangel leiden, ist die beste der schlechten Möglichkeiten. Sie wird aber Kolleginnen und Kollegen zurecht frustrieren. Grund dafür ist die ungleiche Bezahlung. Lehrkräfte in den anderen Schulformen erhalten weniger Geld als die Lehrkräfte für das Gymnasium, müssen nun die neuen Kolleginnen und Kollegen einarbeiten, leisten anschließend die gleiche Arbeit, verdienen aber unterschiedlich. Die Signalwirkung ist gefährlich. Studierende werden abgeschreckt und der Mangel an Lehrkräften für die Sek I, die Förder- und Grundschule wird nicht behoben. Die Ungerechtigkeit in der Lehrerbezahlung muss endlich ein Ende finden“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE. 

Nur gemeinsam kann Schule im Schuljahr 2020/2021 gelingen

„Das Schuljahr wird eine große Herausforderung für die Schulleitungen, die Lehrkräfte, das pädagogische Personal, die Schülerinnen und Schüler sowie Eltern darstellen. Hierfür ist es unerlässlich, dass die Schulen einen starken Rückhalt durch das Ministerium und die Ministerin erfahren. Nicht alles wird sofort gelingend gestaltet werden können. Zeit und Verständnis müssen von allen Seiten aufgebracht werden. Nur gemeinsam kann Schule im Schuljahr 2020/2021 gelingen“, erklärt Behlau.  

 

 


Pressemitteilung 58/2020
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„Corona ist wie eine Lupe. Personalmangel, Raumnot und fehlende Ausstattung sind so deutlich wie nie zuvor. Alles Probleme, die nicht überraschen, sondern auf die wir bereits lange hinweisen. Corona legt langjährige Versäumnisse der Bildungspolitik schonungslos offen und verstärkt sie. Der Frust vieler Kolleginnen und Kollegen ist gewaltig. Es sind in allen bekannten Baustellen mindestens ähnliche Kraftanstrengungen nötig wie bei der Bereitstellung der Gelder für die digitalen Endgeräte. Unsere Botschaft an die Landespolitik: Benennt die Fehler, lernt aus ihnen und packt die großen Baustellen endlich an – hört auf die Stimmen aus der Praxis! Gelder für digitale Geräte bereitzustellen, um digitales Lernen zu ermöglichen, ist nur ein erster Schritt. Wenn das Ziel der Regierung des Aufstiegs durch Bildung wirklich ernst gemeint ist, müssen weitere Maßnahmen folgen“, fordert Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE.

05.08.2020
VBE: Corona-Regeln gehören zum Schulstart

Tausende Kinder erleben kommende Woche ihren ersten Schultag. Traditionell begrüßen die Grundschulen die Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit fröhlichen Einschulungsfeiern. Dieses Jahr wird es, bedingt durch das Infektionsgeschehen, leider zu Einschränkungen kommen. Dazu erklärt Anne Deimel, stellv. Vorsitzende des VBE NRW:

„Die Entwicklung des Infektionsgeschehens wird darüber entscheiden, wie viele Familienmitglieder mit in die Schule kommen können. An einigen Grundschulen ist es sogar schwierig, beide Elternteile einzuladen. Das hängt besonders vom zur Verfügung stehenden Platz ab. Manche Schulen hoffen auf gutes Wetter und planen ihre Einschulungsfeiern auf dem Schulhof. Wichtig ist: Sollte es zu Einschränkungen kommen, dann liegt es am Virus und nicht an den Schulen. Die Gesundheit aller steht an erster Stelle.“

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„Es wird kein gewohnter Regelbetrieb sein, sondern ein ganz neuer Betrieb mit Corona. Der Regelbetrieb ist eine große Herausforderung. Zusätzlich zum ohnehin großen Personalmangel fehlen Kolleginnen und Kollegen aufgrund der Risikobewertung. Der Zeitrahmen ist eng gestrickt, da Dienstpläne geschrieben, Abläufe geplant und Absprachen mit Eltern erneut getroffen werden müssen. Das wird knapp bis zum 17. August.“

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