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26.05.2020

Die Lehren der Corona-Krise

Gemeinsames Positionspapier

Die fünf Lehrerverbände im DBB NRW fordern die Landesregierung in einem gemeinsamen Positionspapier auf, das digitale Arbeiten an den Schulen rechtssicher und verantwortungsvoll zu gestalten.

Die Corona-Krise hat schonungslos offengelegt, dass das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen die Ansprüche an die Digitalisierung und an das Lernen auf Distanz nicht ausreichend erfüllt. Die Nutzung digitaler Medien kann eine wertvolle Ergänzung zum Präsenzunterricht in der Schule sein. Doch dafür braucht es eine entsprechende Ausstattung. Während der Schulschließungen ist es nur dank des überragenden Engagements der Lehrkräfte gelungen, funktionierende Kommunikationswege für das Lernen auf Distanz aufzubauen und den Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern aufrecht zu erhalten. Vieles lief und läuft dabei auf datenschutzrechtlich dünnem Eis.

Darum haben die fünf nordrhein-westfälischen Lehrerverbände im Deutschen Beamtenbund – lehrer nrw, Philologen-Verband, VBE, vlbs und vlw – ein Positionspapier entwickelt. Darin formulieren sie fünf Punkte für das Lernen mit Unterstützung digitaler Medien in den Schulen. Das Papier wurde an Ministerpräsident Armin Laschet und an Schulministerin Yvonne Gebauer gesandt. „Wir erinnern die Landesregierung an ihr im Koalitionsvertrag gegebenes Versprechen, die Chancen der Digitalisierung für die Schulen nutzbar zu machen. Unser Positionspapier verstehen wir als Einladung zum Gespräch“, erklären die fünf Verbandsvorsitzenden Brigitte Balbach (lehrer nrw), Sabine Mistler (Philologen-Verband), Stefan Behlau (VBE), Michael Suermann (vlbs) und Hilmar von Zedlitz-Neukirch (vlw).

Das Corona-Virus bleibt. Auf die unmittelbaren Veränderungen muss das Land jetzt reagieren und die Schulen stärken. Stand heute, ist ins Kalkül zu ziehen, dass die Schulen auch nach den Sommerferien noch nicht wieder im Vollbetrieb laufen können. Deswegen brauchen sie eine angemessene Ausstattung und einen verlässlichen Rahmen als Unterstützung des Lernens auf Distanz. Es darf nicht im Dauer-Improvisationsmodus weitergehen. Generell gilt dabei die Prämisse: „Pädagogik vor Technik.“

Die fünf Punkte des Positionspapiers im Überblick:

  1. Digitale Infrastruktur, Hardware und Support für die Schulen

Spätestens bis zu den Sommerferien 2021 muss eine grundlegende digitale schulische Infrastruktur unter Nutzung der Mittel aus dem Digitalpakt eingerichtet werden. Dies beinhaltet u.a. eine belastbare Internet- und Breitbandausstattung sowie die Bereitstellung von digitalen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte.

  1. DSGVO-konforme Lern- und Kommunikationsplattformen

Für das Lernen auf Distanz brauchen die Schulen Kommunikationsmittel, die die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung erfüllen. Dazu gehören insbesondere ein Messengerdienst, ein Kalenderdienst, ein Cloudspeicher, Chat- Telefonkonferenz- und Videokonferenz-Tools sowie Schnittstellen zu anderen professionellen Anwendungsprogrammen.

  1. Zentrale Bereitstellung rechtssicherer digitaler Anwendungen durch das Land

Nicht alles muss neu erfunden werden. Darum sollten die auf dem Markt verfügbaren Anwendungsprogramme auf ihre DSGVO-Konformität, inhaltliche Eignung und auf den rechtssicheren Einsatz in den Schulen geprüft werden. Zertifizierungsverfahren für Inhalte, Lernmaterialien oder Apps wären eine Möglichkeit.

  1. Didaktische Konzepte und eine Fortbildungsoffensive für Lehrkräfte

Für den digitalen Fernunterricht muss das Land eine Fortbildungsoffensive für Lehrkräfte auflegen, die den schulformspezifischen Besonderheiten Rechnung trägt. Zudem müssen Einsatz und Verwendung digitaler Medien Bestandteil beider Phasen der Lehrerausbildung sein.

  1. Geeigneter dienst- und schulrechtlicher Rahmen

Die Anforderungen des Distanzlernens für die Schülerinnen und Schüler müssen eindeutig und rechtssicher definiert werden – einschließlich möglicher Leistungsüberprüfungen.

 

Die Unterzeichner des Positionspapiers:

 

Brigitte Balbach

lehrer nrw                                             www.lehrernrw.de

 

Sabine Mistler

Philologen-Verband                                www.phv-nw.de

 

Stefan Behlau

Verband Bildung und Erziehung               www.vbe-nrw.de

 

Michael Suermann

Verband der Lehrerinnen und

Lehrer an Berufskollegs (vlbs)                 www.vlbs.de

 

Hilmar von Zedlitz-Neukirch

Verband der Lehrerinnen und

Lehrer an Wirtschaftsschulen (vlw)          www.vlw-nrw.de

 


Pressemitteilung 43/2020
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03.08.2020
VBE: Neue Infektionszahlen prägen den Schulstart in NRW

„Die strenge Vorgabe der Maskenpflicht ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir in kein normales Schuljahr starten. Von einem Regelbetrieb sind wir weit entfernt. Für alle wird sichtbar: Corona ist nicht vorbei. Die neuen Infektionszahlen prägen den Schulstart in NRW.Die Maskenpflicht wird den schulischen Alltag und das Unterrichtsgeschehen stark beeinflussen und auch beeinträchtigen. Der Ganztag mit Maske ist für uns alle nur schwer vorstellbar, doch sind die strengen Vorgaben seitens des Ministeriums nachvollziehbar ob der Verantwortung die NRW, das als erstes großes Bundesland mit dem neuen Schuljahr beginnt, trägt. Der Gesundheitsschutz der Kinder, Jugendlichen und aller Beschäftigten muss im Vordergrund stehen. Nur wenn sich alle in Schule sicher fühlen, kann der Start in das neue Schuljahr gelingen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

28.07.2020
VBE: Betrieb mit Corona

NRW-Familienminister Stamp stellte heute die neuen Maßnahmen und Regelungen für die Kindertagesbetreuung vor. Der Kita-Regelbetrieb soll in NRW am 17. August beginnen. Dazu erklärt Barbara Nolte, Leiterin des VBE-Referats Erzieher/-innen:

„Es wird kein gewohnter Regelbetrieb sein, sondern ein ganz neuer Betrieb mit Corona. Der Regelbetrieb ist eine große Herausforderung. Zusätzlich zum ohnehin großen Personalmangel fehlen Kolleginnen und Kollegen aufgrund der Risikobewertung. Der Zeitrahmen ist eng gestrickt, da Dienstpläne geschrieben, Abläufe geplant und Absprachen mit Eltern erneut getroffen werden müssen. Das wird knapp bis zum 17. August.“

29.06.2020
VBE: Corona beschleunigt die Digitalisierung

„Schade, dass erst eine Pandemie der Politik zeigen musste, wie relevant eine gute digitale Ausstattung im Schulalltag ist und nicht schon vorher auf die Stimmen aus der Praxis gehört wurde. Es ist wichtig, dass wirklich alle Schülerinnen und Schüler hier mitgenommen werden und es ist richtig, dass Lehrkräfte nicht mehr gezwungen sein werden, auf private Geräte zurückzugreifen. Beides haben wir stets gefordert. Gut, dass dies jetzt auf den Weg gebracht wurde“, erklärt Stefan Behlau, Vorsitzender des VBE NRW, anlässlich der heutigen Vorstellung der Ausstattungsoffensive.

26.06.2020
VBE: Schule mit Corona war und bleibt für alle eine Mammutaufgabe

Anlässlich des letzten Tages des laufenden Schuljahres blickt Stefan Behlau, Vorsitzender des VBE NRW, auf die vergangenen Monate:

„Plötzliches Lernen auf Distanz, die wachsende Notbetreuung, Durchführung von Prüfungen, Konzepte für ein rollierendes System, die Organisation sowie Einhaltung der Hygienemaßnahmen und dann doch überraschend die Rückkehr zum Regelbetrieb ohne Abstand: Die Kommunikation der Landesregierung in der Krise war mangelhaft, während Pädagoginnen und Pädagogen Unglaubliches leisteten und leisten. Sie verdienen größten Respekt, genau wie Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern. Schule mit Corona war und bleibt für alle eine Mammutaufgabe.“

23.06.2020
VBE: Schule mit Corona lässt einen Regelbetrieb nicht zu

„Wer die Schulmail liest, merkt sofort, dass im Schulministerium durchaus damit gerechnet wird, dass es keinen normalen Regelbetrieb an den Schulen geben wird. Wichtig ist, dies deutlich zu kommunizieren. Alle wünschen sich einen Regelbetrieb, aber es dürfen keine unrealistischen Erwartungen mehr geweckt werden. Schulisches Leben nach den Ferien ist weiterhin eine Schule mit Corona, nicht ohne. Darauf gilt es, vorbereitet zu sein“, fordert Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW, anlässlich der neuen Schulmail.

17.06.2020
VBE: Schulen auf das kommende Schuljahr vorbereiten und stärken

Wie soeben bekannt wurde, schließt der Kreis Gütersloh nach einem erneuten Corona-Ausbruch alle Schulen und Kitas bis zu den Sommerferien. Dazu erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW:

 

„Kitas und Schulen bilden und erziehen mit Corona und nicht ohne. Der Ausbruch zeigt, dass es absolut notwendig ist, verschiedene Pläne für die dynamische Situation zu entwickeln und das Lernen auf Distanz durch ausreichend Endgeräte und entsprechender Software zu ermöglichen. Es ist nicht auszuschließen, dass uns ähnliche Szenarien im kommenden Schuljahr erwarten und darauf müssen alle Schulen jetzt vorbereitet werden. Dafür benötigen sie entsprechende Unterstützung. Den Grund- und Förderschulen wurde durch die neuesten Pläne viel Zeit für die Vorbereitung auf das nächste Schuljahr genommen. Auch über optionale Testungen für Lehrkräfte sollte dringend nachgedacht werden.“

17.06.2020
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Die überraschende Entscheidung, doch noch vor den Sommerferien den Regelbetrieb aufzunehmen, machte viele Lehrerinnen und Lehrer fassungslos. Der Regelbetrieb ist heute ein Thema im Schulausschuss. Dazu erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE:

 

„Im Rahmen der VBE-Aktion Sprachrohr erreichten uns hunderte kritische und konstruktive Statements aus der Schulpraxis, die wir dem Schulministerium anonymisiert überreichten. Viele Kolleginnen und Kollegen sind verärgert, auch weil ihnen das Gefühl vermittelt wird, dass ihre Arbeit für das Lernen auf Distanz, die Notbetreuung, das rollierende System, die Einhaltung der Hygienepläne und vieles, vieles mehr nicht mehr gesehen wird. Wir hoffen sehr, dass der Ausspruch ‚Jeder Tag zählt‘ die Corona-Krise überdauert und endlich Auswirkungen auf eine nachhaltige Schul- und Bildungspolitik der Landesregierung hat.“

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Schulbetrieb nach den Herbstferien

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Ausgabe 10/2020

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