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05.03.2020

VBE: Gute Bildung benötigt Kontinuität und stabile Rahmenbedingungen

DKLK-Studie zeigt Kritik der Praxis an der Kita-Politik

Kita-Leitungen in Nordrhein-Westfalen sind deutlich unzufriedener mit der Kita-Politik als der Bundesdurchschnitt. 87,8 % aller Befragten stellen der Kita-Politik in NRW ein schlechtes Zeugnis aus, im Bundesdurchschnitt sind es 75 %.

„Das überrascht nicht, wenn wir aus der Perspektive der Fachkräfte auf die KiBiz-Reform schauen. Die Flexibilisierung der Öffnungszeiten könnte zwar vielen Familien helfen, aber leider wurde der Personalmangel unzureichend berücksichtigt. Schon jetzt kommt es regelmäßig zu dermaßen starker Personalunterdeckung, dass Kinder oft nur minimal betreut werden können. Bildung und Erziehung gibt es nur mit ausreichend Personal. Kita-Fachkräfte müssen endlich spürbar unterstützt werden“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

Sehr kritisch blicken Kita-Leitungen aus NRW auch auf das Gute-Kita-Gesetz. 75,7 % geben an, mit der geplanten Verwendung der Mittel unzufrieden zu sein, im Bundesdurchschnitt sind es 63,4 %. Weniger als ein Viertel der Leitungskräfte (22,8 %) glaubt, dass es sich spürbar positiv auf die Qualität ihrer Einrichtung auswirken wird.

„Anschubfinanzierungen sind nur kurzfristige Hilfen. Gute Bildungsarbeit benötigt aber Kontinuität und die gibt es nur durch stabile Rahmenbedingungen“, erklärt Behlau.

Die DKLK-Studie zeigt erneut, dass die Fachkraft-Kind-Relation unterhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen liegt.

„Es wird immer schwieriger, offene Stellen zu besetzen. Trotzdem wäre es ein Fehler, wenn die Landesregierung jetzt verstärkt auf den Seiteneinstieg oder auf verkürzte Ausbildungen setzt. Wir brauchen ausreichend und gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher“, sagt der VBE-Landesvorsitzende Stefan Behlau.

Die DKLK-Studie 2020 wurde vom Informationsdienstleister Wolters Kluwer und dem VBE Bundesverband sowie der drei VBE Landesverbänden, dem Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), dem VBE Baden-Württemberg und dem VBE Nordrhein-Westfalen unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Ralf Haderlein durchgeführt.

Hier erhalten Sie alle Daten: https://www.deutscher-kitaleitungskongress.de/2020/presse/

 


Pressemitteilung 08/2020
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„Es war gut, dass Frau Ministerin zu Beginn der PK das Engagement und die Qualität der Arbeit der Lehrkräfte und des Personals an den Grundschulen deutlich hervorgehoben hat. Das war dringend notwendig. Nach so langer Zeit waren die Erwartungen immens. Die Punkte zur Entlastung müssen schnellstmöglich von der Ankündigung in die Umsetzung kommen und bedürfen der Weiterentwicklung“, so Stefan Behlau, der Landesvorsitzende des VBE NRW.

06.08.2020
VBE: Corona gleicht einer Lupe

Lehrkräftemangel, Besoldungsgerechtigkeit, Raumnot, Digitalisierung, Coronakrise: Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW blickt mit gemischten Gefühlen auf das neue Schuljahr, ein Schuljahr, das noch weit von einem Regelbetrieb entfernt ist. Land und Kommunen sind gleichermaßen in der Pflicht.

„Corona ist wie eine Lupe. Personalmangel, Raumnot und fehlende Ausstattung sind so deutlich wie nie zuvor. Alles Probleme, die nicht überraschen, sondern auf die wir bereits lange hinweisen. Corona legt langjährige Versäumnisse der Bildungspolitik schonungslos offen und verstärkt sie. Der Frust vieler Kolleginnen und Kollegen ist gewaltig. Es sind in allen bekannten Baustellen mindestens ähnliche Kraftanstrengungen nötig wie bei der Bereitstellung der Gelder für die digitalen Endgeräte. Unsere Botschaft an die Landespolitik: Benennt die Fehler, lernt aus ihnen und packt die großen Baustellen endlich an – hört auf die Stimmen aus der Praxis! Gelder für digitale Geräte bereitzustellen, um digitales Lernen zu ermöglichen, ist nur ein erster Schritt. Wenn das Ziel der Regierung des Aufstiegs durch Bildung wirklich ernst gemeint ist, müssen weitere Maßnahmen folgen“, fordert Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE.

05.08.2020
VBE: Corona-Regeln gehören zum Schulstart

Tausende Kinder erleben kommende Woche ihren ersten Schultag. Traditionell begrüßen die Grundschulen die Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit fröhlichen Einschulungsfeiern. Dieses Jahr wird es, bedingt durch das Infektionsgeschehen, leider zu Einschränkungen kommen. Dazu erklärt Anne Deimel, stellv. Vorsitzende des VBE NRW:

„Die Entwicklung des Infektionsgeschehens wird darüber entscheiden, wie viele Familienmitglieder mit in die Schule kommen können. An einigen Grundschulen ist es sogar schwierig, beide Elternteile einzuladen. Das hängt besonders vom zur Verfügung stehenden Platz ab. Manche Schulen hoffen auf gutes Wetter und planen ihre Einschulungsfeiern auf dem Schulhof. Wichtig ist: Sollte es zu Einschränkungen kommen, dann liegt es am Virus und nicht an den Schulen. Die Gesundheit aller steht an erster Stelle.“

03.08.2020
VBE: Neue Infektionszahlen prägen den Schulstart in NRW

„Die strenge Vorgabe der Maskenpflicht ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir in kein normales Schuljahr starten. Von einem Regelbetrieb sind wir weit entfernt. Für alle wird sichtbar: Corona ist nicht vorbei. Die neuen Infektionszahlen prägen den Schulstart in NRW.Die Maskenpflicht wird den schulischen Alltag und das Unterrichtsgeschehen stark beeinflussen und auch beeinträchtigen. Der Ganztag mit Maske ist für uns alle nur schwer vorstellbar, doch sind die strengen Vorgaben seitens des Ministeriums nachvollziehbar ob der Verantwortung die NRW, das als erstes großes Bundesland mit dem neuen Schuljahr beginnt, trägt. Der Gesundheitsschutz der Kinder, Jugendlichen und aller Beschäftigten muss im Vordergrund stehen. Nur wenn sich alle in Schule sicher fühlen, kann der Start in das neue Schuljahr gelingen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

28.07.2020
VBE: Betrieb mit Corona

NRW-Familienminister Stamp stellte heute die neuen Maßnahmen und Regelungen für die Kindertagesbetreuung vor. Der Kita-Regelbetrieb soll in NRW am 17. August beginnen. Dazu erklärt Barbara Nolte, Leiterin des VBE-Referats Erzieher/-innen:

„Es wird kein gewohnter Regelbetrieb sein, sondern ein ganz neuer Betrieb mit Corona. Der Regelbetrieb ist eine große Herausforderung. Zusätzlich zum ohnehin großen Personalmangel fehlen Kolleginnen und Kollegen aufgrund der Risikobewertung. Der Zeitrahmen ist eng gestrickt, da Dienstpläne geschrieben, Abläufe geplant und Absprachen mit Eltern erneut getroffen werden müssen. Das wird knapp bis zum 17. August.“

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Regelbetrieb in Kitas


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