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11.09.2019

VBE: Abwärtsspirale durchbrechen

Schulausschuss thematisiert dramatischen Lehrkräftemangel

Die Analyse der Bertelsmann Stiftung zum Personalmangel an den Grundschulen ist heute ein Thema im Schulausschuss. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW erwartet, dass die Landesregierung mit dem Haushalt 2020 Maßnahmen verabschiedet, die die Bildungsqualität und die Wertschätzung der Lehrkräfte berücksichtigen.

„Wir erleben eine Abwärtsspirale, die unsere Landesregierung dringend durchbrechen muss. Aktuelle Maßnahmen sorgen für ausgebranntes Personal und verschlechtern langfristig die Bildungsqualität. Die Regierung ist gefragt, den Lehrerberuf attraktiver zu gestalten und für den Seiteneinstieg eine verbindliche Vorqualifizierung einzuführen. Auf der einen Seite die Lehrämter der Grundschule und der Sek I durch geringeren Lohn nicht wertzuschätzen und auf der anderen Seite die Deprofessionalisierung des Lehrerberufs voranzutreiben, ist alles andere als zielführend. Mit dem Haushalt 2020 hat die Landesregierung die Chance, die aktuelle Abwärtsspirale zu durchbrechen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE.

Immer wieder kündigt die schwarz-gelbe Landesregierung an, in dieser Wahlperiode die Besoldung anzupassen, doch auch im Haushalt 2020 sind dafür bislang keine Mittel vorgesehen.

„Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit würde sich auch auf die Initiative des Schulministeriums auswirken, die Sek-II-Lehrkräfte an anderen Schulformen einzusetzen“, erklärt Behlau. Aktuell erhalten Sek-II-Lehrkräfte das Angebot, sich für zwei Jahre an einer Grundschule zu verpflichten, um anschließend an eine Schule entsprechend ihrer Lehramtsbefähigung versetzt zu werden.

Erst gestern kritisierte die OECD die Finanzierung der Grundschulen in Deutschland. Insbesondere dort, wo am ehesten Bildungsnachteile ausgeglichen werden könnten, seien laut OECD die Investitionen in Deutschland vergleichsweise niedrig. Stefan Behlau: „Leider prallt diese Kritik immer wieder ab, obwohl gerade der Beginn der Schullaufbahn besondere Aufmerksamkeit verdient.“

 

Weiterführende Informationen:

Tagesordnung des Schulausschusses

Der VBE zu der aktuellen Analyse zum Lehrkräftemangel und zu den vorgeschlagenen Maßnahmen

Analyse „Lehrermangel in Grundschulen bis 2030 größer als bislang erwartet“

OECD „Bildung auf einen Blick 2019“


Pressemitteilung 65-2019
Unsere aktuellen Pressemitteilungen:
14.11.2019
VBE: Die Landesregierung muss jetzt liefern

Anlässlich der heutigen Landtagsdebatte zur Grundschule stellt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW notwendige Eckpunkte vor, die der angekündigte Masterplan Grundschule beinhalten muss. Für den VBE ist der Haushaltsplan 2020 unvollständig.

„Die Landesregierung muss jetzt ein wertschätzendes Zeichen für die vernachlässigten Grundschulen setzen. Personalmangel erfordert echte Maßnahmen. Es bringt doch nichts, wenn der Finanzminister Stellen in einen Haushalt einstellt, von denen alle vorher wissen, dass sie leerlaufen werden. Aufstieg durch Bildung darf kein Versprechen bleiben, sondern ist ein notwendiger Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft des Landes. Ohne die Stärkung aller Schulformen wird das aber nicht gelingen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

13.11.2019
VBE: Die künftigen Lehrkräfte auch in NRW halten

Wie das Wissenschaftsministerium soeben mitteilte, werden die Studienkapazitäten für das Lehramt in Nordrhein-Westfalen deutlich erhöht.

„Das ist in der Tat ein Schritt in die richtige Richtung und zeigt die Anstrengungen der Schulministerin perspektivisch gegen den Lehrkräftemangel vorzugehen. Natürlich muss das dritte Maßnahmenpaket jetzt gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit enthalten. Es müssen alle Lehrämter gleich attraktiv werden, wenn die jungen Lehrkräfte auch in Nordrhein-Westfalen bleiben sollen. Bei dieser Anstrengung ist die gesamte Landesregierung gefordert, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen und aus NRW ein Land des Aufstiegs durch Bildung zu machen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

12.11.2019
VBE: Das Zusammenspiel läuft nicht mehr rund

Die Halbzeitbilanz der Landesregierung kommentiert der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW in seiner heutigen Pressemitteilung.

„Wer mit dem Anspruch antritt, weltbeste Bildung zu ermöglichen und ankündigt, ein Land des Aufstiegs durch Bildung zu schaffen, verspricht Champions League. Zwar zeigte sich zu Beginn bei G9, was geleistet werden kann, wenn ein Team sich einig ist und gemeinsam etwas schaffen will, aber das Zusammenspiel läuft nicht mehr rund. Die Zeit für weitere große Würfe wird immer knapper. Im Haushalt 2020 fehlen notwendige Schritte, was es sehr schwierig macht, in der zweiten Halbzeit noch aufzuholen. Das liegt offenbar nicht an der Schulministerin, die viele Probleme erkennt und signalisiert, diese anpacken zu wollen. Doch Bildung kostet und erfordert ein starkes Zusammenspiel von Ministerpräsident Laschet, Finanzminister Lienenkämper und Schulministerin Gebauer. Nur dann können bis zur nächsten Wahl der Personalmangel, die Digitalisierung, die Inklusion und letztlich die Schullandschaft als Ganzes qualitativ angepackt werden. Die L andesregierung muss sich an ihren Ankündigungen messen lassen – da ist noch viel Luft nach oben“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

11.11.2019
VBE: Schulen brauchen mehr Unterstützung

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW fordert anlässlich der ARD-Umfrage zur Digitalisierung eine stärkere Unterstützung der Schulen. Für den VBE sind die schlechten Ergebnisse nicht überraschend. „Es gibt in dieser Frage auch kein Erkenntnisproblem, aber gewaltige Umsetzungsprobleme“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

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