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07.02.2019

VBE: Finanzielle Anerkennung für wertvolle Arbeit jetzt!

Einkommensrunde 2019 – 2.Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

„Nachdem die ersten beiden Verhandlungsrunden für die Tarifbeschäftigten der Länder kein Ergebnis gebracht haben, müssen wir jetzt wieder einmal unseren Forderungen auf der Straße Nachdruck verschaffen“, so die stellvertretende VBE-Landesvorsitzende Jutta Endrusch, die die Interessen der tarifbeschäftigten Pädagoginnen und Pädagogen aus NRW in der Verhandlungskommission des dbb beamtenbund und tarifunion vertritt. „Die Arbeitgeber haben zu keinem Punkt unseres Gesamtforderungspaketes ein konkretes verhandelbares Angebot unterbreitet. Diese Blockadehaltung ist für uns nicht hinnehmbar.  Also werden wir wieder einmal unsere Mitglieder mobilisieren und wie schon in 2017 die Schulen unseres Landes lahmlegen“, erklärt Endrusch weiter. Entsprechende Aktionen sind in der Planung.

Endrusch macht noch einmal deutlich, dass neben einer linearen Erhöhung der Tabellenwerte die Weiterentwicklung der Entgeltordnung für Lehrkräfte und die stufengleiche Höhergruppierung für den VBE oberste Priorität haben. „Wir wollen kein Entweder – Oder! Wir wollen die Paralleltabelle jetzt! Wir sind die Hinhaltetaktik leid“, unterstreicht sie. „Die Arbeitgeber scheinen vergessen zu haben, dass es sich bei der Weiterentwicklung der Entgeltordnung Lehrkräfte um eine von ihnen selbst auferlegte ‚Hausaufgabe‘ aus der letzten Einkommensrunde handelt. Wenn sie sich jetzt wieder vor der Erledigung drücken wollen, ist das ein Schlag ins Gesicht der Lehrkräfte. Wir brauchen endlich auch eine finanzielle Anerkennung unserer täglichen verantwortungsvollen Arbeit.“

Die Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs sowie der sozialpädagogischen Berufsfelder in Schulen steht für den VBE ganz oben auf der Agenda. Um dem aktuellen und zukünftigen Fachkräftemangel wirkungsvoll zu bekämpfen, bedarf es auch einer attraktiven und gerechten Bezahlung.

 „Der VBE wird getreu unseres Mottos ‚Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!‘ so lange gemeinsam für Verbesserungen streiten, bis wir die Paralleltabelle, die stufengleiche Höhergruppierung und die lineare Erhöhung der Tabellenwerte für die tarifbeschäftigen Kolleginnen und Kollegen in den Schulen unseres Landes erreicht haben“, erklärt Endrusch abschließend.

Hintergrund

Der VBE ist über seinen Dachverband, den dbb beamtenbund und tarifunion, in die Verhandlungen eingebunden.

Hier alle Forderungen im Überblick, auf die sich die Tarifkommissionen von dbb und Verdi am 20.12.18 geeinigt haben:

- Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent, mindestens 200 Euro 

- Erhöhung der Ausbildungs­- und Praktikantenentgelte um 100 Euro 

- Erhöhung der Pflegetabelle zusätzlich um 300 Euro 

- Wiederinkraftsetzung der Vorschrift zur Übernahme von Auszubildenden 

- Schaffung von Regelungen über die Ausbildungsbedingungen von Studierenden in ausbildungs­ / praxisintegrierten dualen Studiengängen

Weiter wollen wir: 

- Vereinbarung einer neuen Entgeltordnung, die die Arbeit der heutigen Beschäftigten angemessen honoriert

- Weiterentwicklung der Entgeltordnung Lehrkräfte, insbesondere Realisierung der Paralleltabelle 

- Erhöhung des Zusatzurlaubs für Wechselschicht­ / Schichtarbeit in Unikliniken und Krankenhäusern um 50 Prozent 

- Erhöhung des Samstagszuschlags in Universitätskliniken und Krankenhäusern auf 20 Prozent 

- Erhöhung des Urlaubs für Auszubildende / Praktikanten auf 30 Tage 

- Zeitgleiche und systemgerechte Übertragung des Volumens auf den Beamtenbereich

 

Alle weiteren Hinweise und Informationen zur Einkommensrunde finden Sie auf www.vbe-nrw.de


Pressemitteilung 13-2019
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