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30.01.2019

VBE: Chance nicht vergeben, Kitas als Integrationsmotoren nutzen

Jedes vierte Kind in der Kindertagesbetreuung spricht zu Hause überwiegend nicht Deutsch

Bei jedem vierten Kind in der Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen wurde zu Hause im vergangenen Jahr überwiegend nicht Deutsch gesprochen. Das zeigt eine heute veröffentlichte Statistik von I.T. NRW. „Dass diese Familien die Kitas nutzen, darin liegt eine große Chance für die gelingende Integration. Kita als Integrationsort und als Bildungseinrichtung kann den Weg für eine frühe Integration ebnen. Leider wird diese Chance bisher nicht richtig genutzt. Der Betreuungsschlüssel in NRW ist unzureichend. Es gibt zu wenig Erzieherinnen und Erzieher. Die angekündigte Reform zur Verbesserung der Kita muss das unbedingt berücksichtigen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

Laut I.T. NRW besuchten Anfang März 2018 in NRW 583 074 Kinder unter sechs Jahren ein Angebot der Kindertagesbetreuung. Davon hat etwa jedes dritte Kind mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Bei jedem vierten Kind in Kindertagesbetreuung wurde zu Hause überwiegend nicht Deutsch gesprochen. Stefan Behlau: „Nicht erst die starke Heterogenität erfordert andere Personalschlüssel. Die Anforderungen in den Kitas sind jahrelang gestiegen, aber die Bedingungen für die Erzieherinnen und Erzieher wurden nicht angepasst. Das große Problem ist der Personalmangel. Wir begrüßen die Ankündigung von Familienminister Stamp, für Verbesserungen zu sorgen. Diese müssen zeitnah erfolgen und dürfen nicht länger aufgeschoben werden.“

 

Links zu den Statistiken von I.T. NRW:

Kinder in Kindertagesbetreuung in NRW zum 1. März 2018 (Kreisergebnisse)  https://www.it.nrw/atom/6624/direct

Kinder in Tageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege in NRW 2017 und 2018 (Betreuungsquoten; Kreisergebnisse) https://www.it.nrw/atom/5939/direct


Pressemitteilung 09-2019
Unsere aktuellen Pressemitteilungen:
09.10.2019
VBE: Wer gut ausgebildetes Lehrpersonal will, muss jetzt endlich Zeichen setzen

Am Donnerstag (09.10.2019) debattiert der Landtag erneut über den Lehrkräftemangel in Nordrhein-Westfalen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW nimmt dies zum Anlass, um auf längst nötige Maßnahmen hinzuweisen und erinnert an die bislang folgenlosen Ankündigungen der Landesregierung.

02.10.2019
Ehrenvorsitzender des VBE NRW erhält Bundesverdienstkreuz

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW gratuliert Udo Beckmann herzlich zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Udo Beckmann war 21 Jahre lang bis zum Jahr 2017 der Vorsitzende des VBE NRW und ist seit 2009 Bundesvorsitzender des VBE.

02.10.2019
VBE: Neue Stellen bedeuten leider kein neues Personal

„Es ist nur folgerichtig, dass eine Landesregierung, die weltbeste Bildung will, diese auch im Haushalt als Schwerpunkt setzt. Insgesamt ist die Ausweitung der Stellen und die Erhöhung des Bildungshaushaltes zu begrüßen, jedoch ist die Ausgestaltung zu hinterfragen. Neue Stellen im Haushalt bedeuten leider heute noch kein neues Personal. Einen Schwerpunkt auf die Qualifizierung der Seiteneinsteigenden zu legen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ressourcen und Modalitäten für eine zwingende Vorqualifizierung sind nach wie vor notwendig, scheinen aber in den Überlegungen keine Rolle zu spielen. Der Lehrkräftemangel ist auch mit einer langfristigen Perspektive zu sehen, insofern muss die Ungerechtigkeit der Bezahlung der Lehrkräfte endlich aufgehoben werden, um langfristig bestausgebildetes Personal für beste Bildung zu erhalten. Lehramtsstudierende von heute sind die Lehrkräfte von morgen“, erklärt Stefan Be hlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

26.09.2019
VBE: Wir brauchen endlich Qualitätsstandards

In NRW fehlen laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung rund 15 600 Vollzeit-Fachkräfte in den Kitas. „Es geht hier um Bildungsqualität. Es geht um die Frage, ob NRW bestmögliche frühkindliche Bildung für die Kleinsten will. Uns erreichen aus der Praxis immer wieder alarmierende Signale und auch unsere Umfragen kommen zu ähnlichen dramatischen Ergebnissen. Wir fordern endlich angemessene Personalschlüssel, also genügend Fachkräfte für die Kinder. Wir brauchen endlich Qualitätsstandards, damit es künftig nicht mehr vom Wohnort abhängig ist, ob Kinder angemessen betreut werden können. Das wäre nötig, um mehr Chancengleichheit zu schaffen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

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