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29.01.2019

VBE: Wir vermissen einen angemessenen Personalschlüssel und barrierefreie Schulen

Zur Studie „Zehn Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in NRW“

Anlässlich der heute in der Landespressekonferenz vorgestellten Analyse zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Nordrhein-Westfalen bekräftigt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) seine Forderung, endlich optimale Bedingungen für eine inklusive Beschulung zu schaffen.

„Nach einem Jahrzehnt müsste eine Doppelbesetzung aus Lehrkraft und Sonderpädagoge längst Standard sein. Doch wir vermissen einen angemessenen Personalschlüssel und barrierefreie Schulen. Trotz Förderprogramme wie Gute Schule 2020 sind zu viele Gebäude noch immer nicht barrierefrei. Offenbar liegt noch ein langer Weg vor uns“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

Im Zuge der Neuausrichtung der Inklusion in Nordrhein-Westfalen ist eine Bündelung der Ressourcen geplant, die aus VBE-Sicht nur eine Übergangslösung sein darf. „Wir benötigen auf der einen Seite für die Inklusion eine angemessenere Schüler-Lehrer-Relation, auf der anderen Seite wissen wir, dass es am nötigen Personal fehlt. Ziel muss es sein, allen Kindern wohnortnah die bestmögliche Bildung zu ermöglichen. Deshalb sind ausdrücklich alle Schulformen gefordert, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Wir brauchen ausreichend Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen. Es ist überfällig, die Ausbildungskapazitäten der Schulrealität anzupassen“, erklärt Behlau.

Die gestiegenen Anforderungen an das System Schule müssen aus Sicht des VBE mit einem deutlichen Ausbau sogenannter Multiprofessioneller Teams einhergehen. „Jede Schule benötigt zum Beispiel ausreichend sozialpädagogische Fachkräfte“, sagt Behlau.

Die vom VBE in Auftrag gegebenen, repräsentativen forsa-Umfragen zeigen in aller Deutlichkeit auf, dass die Bedingungen für Inklusion an den meisten Schulen nicht gegeben sind.


Pressemitteilung 07-2019
Unsere aktuellen Pressemitteilungen:
09.10.2019
VBE: Wer gut ausgebildetes Lehrpersonal will, muss jetzt endlich Zeichen setzen

Am Donnerstag (09.10.2019) debattiert der Landtag erneut über den Lehrkräftemangel in Nordrhein-Westfalen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW nimmt dies zum Anlass, um auf längst nötige Maßnahmen hinzuweisen und erinnert an die bislang folgenlosen Ankündigungen der Landesregierung.

02.10.2019
Ehrenvorsitzender des VBE NRW erhält Bundesverdienstkreuz

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW gratuliert Udo Beckmann herzlich zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Udo Beckmann war 21 Jahre lang bis zum Jahr 2017 der Vorsitzende des VBE NRW und ist seit 2009 Bundesvorsitzender des VBE.

02.10.2019
VBE: Neue Stellen bedeuten leider kein neues Personal

„Es ist nur folgerichtig, dass eine Landesregierung, die weltbeste Bildung will, diese auch im Haushalt als Schwerpunkt setzt. Insgesamt ist die Ausweitung der Stellen und die Erhöhung des Bildungshaushaltes zu begrüßen, jedoch ist die Ausgestaltung zu hinterfragen. Neue Stellen im Haushalt bedeuten leider heute noch kein neues Personal. Einen Schwerpunkt auf die Qualifizierung der Seiteneinsteigenden zu legen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ressourcen und Modalitäten für eine zwingende Vorqualifizierung sind nach wie vor notwendig, scheinen aber in den Überlegungen keine Rolle zu spielen. Der Lehrkräftemangel ist auch mit einer langfristigen Perspektive zu sehen, insofern muss die Ungerechtigkeit der Bezahlung der Lehrkräfte endlich aufgehoben werden, um langfristig bestausgebildetes Personal für beste Bildung zu erhalten. Lehramtsstudierende von heute sind die Lehrkräfte von morgen“, erklärt Stefan Be hlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

26.09.2019
VBE: Wir brauchen endlich Qualitätsstandards

In NRW fehlen laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung rund 15 600 Vollzeit-Fachkräfte in den Kitas. „Es geht hier um Bildungsqualität. Es geht um die Frage, ob NRW bestmögliche frühkindliche Bildung für die Kleinsten will. Uns erreichen aus der Praxis immer wieder alarmierende Signale und auch unsere Umfragen kommen zu ähnlichen dramatischen Ergebnissen. Wir fordern endlich angemessene Personalschlüssel, also genügend Fachkräfte für die Kinder. Wir brauchen endlich Qualitätsstandards, damit es künftig nicht mehr vom Wohnort abhängig ist, ob Kinder angemessen betreut werden können. Das wäre nötig, um mehr Chancengleichheit zu schaffen“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

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