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15.09.2017

VBE: Ohne gerechte Bezahlung sind dauerhafter Lehrermangel und Unterrichtsausfall vorprogrammiert

Anträge zur Besoldung von Lehrkräften im NRW-Landtag

„Wenn Lehrermangel und der damit verbundene Unterrichtsausfall insbesondere im Grundschulbereich nicht auf Dauer zum Schulalltag gehören sollen, brauchen wir als einen wesentlichen Baustein eine gleiche Besoldung, unabhängig von Schulform und Schulstufe. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir natürlich die heutigen Anträge von Grünen und SPD für eine bessere Bezahlung, fragen uns allerdings, warum sie diese Ungerechtigkeit in ihrer Amtsperiode nicht behoben haben. Immerhin hatten SPD und Grüne selbst 1828 Tage Zeit, diese Gerechtigkeitslücke zu schließen“, erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes für Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anlässlich der heutigen Sitzung des Landtags Nordrhein-Westfalen.

Schulministerin Yvonne Gebauer kündigte bereits an, sich künftig für eine bessere Bezahlung der Lehrkräfte einzusetzen, was der VBE NRW ausdrücklich begrüßt. Udo Beckmann: „Es scheint im Grundsatz eine große Einigkeit über die Parteigrenzen hinweg darüber zu herrschen, dass Lehrkräfte eine ungleiche Bezahlung nicht verdienen. Wir erwarten daher von der Ministerin einen klaren Plan für zeitnahe Angleichung der Besoldung für alle Lehrerinnen und Lehrer nach der Besoldungsstufe A13/EG 13 in der Eingangsbezahlung.“

Eine Angleichung der Besoldung würde mehr junge Menschen für das Lehramtsstudium begeistern. „Die brauchen wir dringend, um den zukünftigen Lehrerbedarf nachhaltig decken zu können. Neben der gerechteren Bezahlung benötigen wir daher, nach Auffassung des VBE, auch eine Erhöhung der Studienkapazität“, erklärt Beckmann.

Die aktuellen Maßnahmen der Landesregierung zur Behebung des Lehrermangels sind aus Sicht des VBE nur Notlösungen. „Kurzfristig den Seiteneinstieg zu stärken zeigt: der Lehrermangel wurde bisher verschlafen. Schülerinnen und Schüler sowie Kollegien benötigen nicht nur mehr Lehrerinnen und Lehrer, sondern Lehrkräfte mit einer pädagogischen Qualifikation, die nicht nebenbei erfolgen sollte“, so Beckmann.

Eine offene Baustelle ist die Besoldung von Konrektorinnen und Konrektoren an Grundschulen. „Die geringe Besetzungsquote von derzeit nur 77 Prozent macht deutlich, wie unattraktiv diese stellvertretende Führungsposition ist. Schülerschaft, Eltern und die Kollegien brauchen jedoch feste Ansprechpartner an ihren Schulen, auch das braucht NRW, wenn es ein Land des Aufstiegs durch Bildung werden soll“, erklärt Beckmann abschließend.

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Tagesordnung des Landtags

 

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