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02.03.2017

VBE: Maßnahmen überfällig

700 unbesetzte Schulleiterstellen in NRW.

„Die heute vom Schulministerium veröffentlichten Zahlen machen erneut den dringenden Handlungsbedarf im Hinblick auf die unbesetzten Schulleiterstellen deutlich“, erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

Laut Nachrichtenagentur dpa fehlen demnach rund 700 Schulleitungen in NRW. Besonders gravierend ist der Mangel an Hauptschulen. Demnach hat beinahe jede zweite Hauptschule keinen regulären Leiter - 176 von insgesamt 395. Auch 104 von 478 Realschulen und 297 von 2749 Grundschulen sind ohne feste Hausspitze. Gut versorgt sind demgegenüber die Gymnasien. Hier sind die gut bezahlten Spitzenposten zu über 94 Prozent besetzt: an den 507 öffentlichen Gymnasien in NRW fehlen nur 29 Leiter. Die besten Besetzungsquoten auf den Chefsesseln haben Sekundarschulen (98 Prozent) und Gesamtschulen (97,6 Prozent).

Bereits im Juni 2015 hat das Ministerium die Ergebnisse der Projektgruppe Schulleitungen vorgelegt. Eine der empfohlenen Maßnahmen ist es, Schulleiter und Schulleiterinnen von Grund- und Hauptschulen unabhängig von der Größe mit A 14 zu besolden, Stellvertreter/-innen mit A 13.

„Die Besoldungserhöhung für die Schulleiter und Schulleiterinnen ist umgesetzt, kann aber im Moment noch keine Wirkung zeigen. Die Konrektoren und Konrektorinnen, aus deren Gruppe sich in der Regel die Schulleiter rekrutieren, wurden bei der Umsetzung dieser Maßnahme von der Landesregierung vergessen, was neue Unzufriedenheit schafft.

Die weiteren im Papier vorgeschlagenen zehn Punkte warten immer noch darauf, endlich in Gesetze und Verordnungen gegossen zu werden. Solange man nicht bereit ist, das Thema grundsätzlich anzupacken und den gesamten Katalog der Empfehlungen umzusetzen, wird sich insgesamt an der Situation nichts ändern“, so Beckmann weiter.


Pressemitteilung 11-2017
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