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16.09.2015

2. Deutscher Kita-Tag in Dortmund

2. Deutscher Kita-Tag in Dortmund

Katia Saalfrank: Hauptvortrag „Beziehung statt Erziehung – was unsere Kinder brauchen“

„An die Erzieherinnen und Erzieher werden immer mehr Anforderungen gestellt – aber die Rahmenbedingungen werden nicht mitgeliefert“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW anlässlich des 2. Deutschen Kita-Tages, der heute in Dortmund stattfindet. „Vor allem der Personalschlüssel stimmt nicht: Zu wenige Fachkräfte müssen mehr Kinder betreuen – individuelle Förderung, wie sie die Landesregierung will, ist so nicht möglich.“ Der Deutsche Kita-Tag bietet daher 400 Fachkräften aus dem Elementarbereich die Möglichkeit, sich in verschiedenen Workshops weiterzubilden. Veranstalter sind der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW und Klett MINT.

Auf dem Deutschen Kita-Tag geht es vor allem um die praktische Seite der täglichen Arbeit, die Erzieherinnen und Erzieher leisten. So gibt es u. a. einen Workshop, in dem sie erfahren, wie Inklusion in einer Kita gelingen kann. Außerdem gibt es Anregungen zur Sprachbildung und -förderung. Ein weiterer Workshop beschäftigt sich mit der Sexualpädagogik in der Kita: Wie können kleine Kinder sexuelle Bildung erfahren und gleichzeitig vor Missbrauch geschützt werden? Hauptreferentin ist die Diplom-Pädagogin und Familienberaterin Katia Saalfrank. Sie geht in ihrem Hauptvortrag darauf ein, warum „Beziehung“ für das Aufwachsen eines Kindes wichtiger ist als „Erziehung“.

Vor allem die Inklusion und die Flüchtlingssituation stellen die Einrichtungen vor nahezu unlösbare Aufgaben, so Beckmann: „Die Landesregierung redet sich die Situation schön. Wer den Elementarbereich in Sonntagsreden als grundlegenden Baustein der Bildungsbiografie benennt, muss den Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen auch die entsprechenden Ressourcen bereitstellen. Der Qualitätsanspruch darf nicht vor der Tür des Finanzministers enden.“

Beckmann spricht sich daher auch für den Ausbau der Studienplätze im Bereich Elementarpädagogik aus. „Die Zahl der jungen Menschen, die sich für den Elementarbereich universitär ausbilden lassen wollen, steigt. Das ist ein gutes Zeichen und ein Gewinn für die Kinder“, sagt Beckmann. Die Ausbildung müsse jedoch auf ein europäisches Niveau angehoben werden und damit mindestens an einer Fachhochschule stattfinden, fordert er.

„Die Mischung ist entscheidend“, sagt Dr. David Klett, Geschäftsführer der Klett MINT GmbH, „deswegen ist der Deutsche Kita-Tag so attraktiv für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Natürlich geht es in einer Kita um die Bildung und Erziehung von Kindern – aber im Hintergrund laufen viele Vorgänge, die diese Fachkräfte ebenfalls stemmen müssen.“ Daher sei diese elementare Bildungsstufe als Einheit zu sehen, die nur im Zusammenspiel vieler kleiner Rädchen funktionieren könne, erklärt Klett.

 

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