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20.11.2014

VBE: Schulen müssen ganz oben auf die digitale Agenda des Staates

Vorstellung der Computer-PISA-Studie

„Computer-Kompetenzen lassen sich nun mal nicht mit dem ‚Faustkeil‘ vermitteln“, kommentiert Udo Beckmann, Landesvorsitzender NRW und Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), die Ergebnisse der ICIL-Studie, die heute vorgestellt wurde. „Die zuständige Politik muss dringend ihre Verweigerungshaltung aufgeben und das Geld für eine zeitgemäße IT-Ausstattung aller Schulen einschließlich der Grundschulen bereitstellen. Die Bereitstellung der notwendigen Rahmenbedingungen für die Schulen gehört ganz oben auf die digitale Agenda des Staates.“ Der VBE halte nichts von staatlichen Appellen, per Sponsoring die Schulen mit IT auszustatten, so Beckmann. „IT darf nicht zum Einfallstor für eine weitere schleichende Privatisierung des öffentlichen Schulwesens werden.“

„Schulen in Deutschland werden von Ländern und Schulträgern mit dem Thema IT überwiegend allein gelassen“, stellt Beckmann fest, „Die bundesweite forsa-Repräsentativbefragung von Lehrkräften aller Schulstufen im Auftrag des VBE zeigt: Die Ausstattung der Schulen mit Hard- und Software ist mittelalterlich. Die digitale Schule wird vom Dienstherrn als Privatangelegenheit auf die Lehrer abgeschoben.“ 15 Prozent der befragten Lehrkräfte in NRW haben gar keinen Zugang zu einem dienstlichen PC. Fast die Hälfte (45 Prozent) haben keine geschützte Dienst-E-Mail-Adresse. Keinen Zugang zu einer geschützten Online-Plattform für Unterricht, Hausaufgaben oder Elternkontakte gaben 54 Prozent der befragten Lehrer aus NRW an. Das Vorhandensein von Klassensätzen mobiler Geräte verneinten neun von zehn Lehrern.

„Dennoch nutzen neun von zehn Lehrkräften digitale Materialien und das Internet für ihren Unterricht“, betont Beckmann. „Lehrer machen aus den unterbelichteten IT-Verhältnissen an ihren Schulen das Bestmögliche, um ihren Schülern IT-Bildung so gut wie eben möglich zu vermitteln.“ Die Kenntnisse dafür mussten sich die Lehrerinnen und Lehrer jedoch überwiegend privat aneignen, da keine ausreichende Fortbildung angeboten werde. Wer Lehrerinnen und Lehrer digitale Verweigerung vorwerfe, so Beckmann, möge selbst mit ungeschützten oder fehlenden E-Mail-Accounts an Schulen und langsamem Internet zeigen, wie es gehen soll. Auch gebe es kaum einen anderen Bereich, in dem Arbeitgeber einfach erwarten, private Geräte anzuschaffen und für dienstliche Aufgaben zu nutzen.


Pressemitteilung 58-14
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