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15.08.2014

VBE: Landesregierung muss Konzept für Qualitätssicherung an Hauptschulen vorlegen

Schuljahresauftaktpressekonferenz der Schulministerin

„Der drastische Schülerrückgang beim Übergang von der Grundschule zur Hauptschule macht erforderlich, dass die Landesregierung schnellstmöglich ein Konzept vorlegt, mit dem die Qualität der verbleibenden Hauptschulen sowie die notwendige Fachlichkeit gesichert werden kann, dies vor allem vor dem Hintergrund, dass die Hauptschulen Kinder mit besonders hohem individuellen Förderbedarf haben“, kommentiert der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, Udo Beckmann, die heutige Schuljahresauftaktpressekonferenz von Schulministerin Sylvia Löhrmann.

Haupt- und Realschulen kommen immer stärker in Bedrängnis, das belegen die heute vorgestellten Zahlen: Nur 5,4 % aller Grundschüler wechselten im vergangenen Schuljahr auf die Hauptschule, nur 22,9 % auf die Realschule. „Längeres gemeinsames Lernen liegt im Trend“, so Beckmann, „aber das heißt nicht, dass die anderen bestehenden Schulen im System vergessen werden dürfen.“ Realschulen würden in Gegenden, in denen es weder eine Hauptschule noch eine Schule des längeren gemeinsamen Lernens gibt, immer mehr zum Basisbildungsgang. Das müsse sich in den Rahmenbedingungen wiederspiegeln. Darüber hinaus bemängelt Beckmann die fehlende Einheitlichkeit in der Weiterentwicklung des Schulsystems, insbesondere in der Sekundarstufe I: „Dies ist darauf zurückzuführen, dass jede Kommune die Hoheit über ihre Schulentwicklung hat und der Blick über den Gartenzaun der eigenen Kommune in der Regel fehlt.“

Hinsichtlich der Inklusion werde trotz zusätzlicher Investitionen der Landesregierung zum neuen Schuljahr der Widerspruch zwischen rechtlichem Anspruch und Verwirklichung in den Schulen mehr als deutlich werden, so Beckmann weiter: „Inklusion wird eingeführt, aber die benötigten Ressourcen hinken noch immer hinterher. Die heute von der Ministerin vorgestellten Zahlen bezüglich der berufsbegleitenden Qualifizierungsmaßnahme zum Sonderpädagogen bzw. zur Sonderpädagogin machen deutlich, dass die avisierte Zahl von 2.500 nicht erreicht werden wird. Dies wird den Mangel an dringend benötigten Sonderpädagogen verschärfen. Eine hohe Qualität, wie sie bisher an den Förderschulen gewährleistet worden ist, kann aber nicht ohne die ausreichenden Rahmenbedingungen an den Regelschulen erreicht werden. Zudem wird das Wahlrecht zwischen Förderschule und sonderpädagogischer Förderung an der Regelschule der Eltern de facto ausgehöhlt, da durch den Mindestgrößenerlass bei den Förderschulen die Schließungswelle unaufhaltsam rollt.“

Beckmann bedauert zudem, dass sich die Ministerin zu der hohen Zahl der unbesetzten Schulleitungsstellen – das betrifft vor allem die Grundschulen – nicht geäußert hat: „Lehrkräfte, Kinder und Eltern brauchen Schulleitung als einen verlässlichen Ansprechpartner. Der VBE erwartet, dass die Lösung dieses Themas nicht länger ausgesessen wird.“

Sprechzettel_Ministerin

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Pressemitteilung 41-14
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