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25.06.2014

VBE: Kinder müssen Fehler machen dürfen

„Richtig“ oder „falsch“ gibt es beim Spracherwerb nicht

„Kinder lernen Sprache durch Hören und Nachahmen. Welche Buchstaben hinter den gebildeten Lauten stehen, wissen sie zunächst nicht“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anlässlich der heutigen Schulausschusssitzung, die sich mit dem Schreiben-Lernen beschäftigt, „deswegen ist es wichtig, Kinder in der Grundschule so an die Schriftsprache heranzuführen, dass der Bruch zwischen dem Gehörten und Geschriebenen nicht zu groß ist.“

„Bei allen Kindern gehören Fehler zum Lernen dazu“, so Beckmann weiter. „Das Wesentliche ist, Fehler nicht als Schwäche anzusehen, sondern als Lernchance zu nutzen.“ Der Vorwurf, die Reichen-Methode, nach der Kinder Lesen durch Schreiben lernen, sei für den Unterricht nicht geeignet, ist nicht haltbar: Diese Methode ist in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt und optimiert worden. Es gibt viele Schulen, die erfolgreich basierend auf dem Spracherfahrungsansatz in Kombination mit einem systematisch aufgebauten Rechtschreibunterricht arbeiten.  

Die Frage nach „richtig“ oder „falsch“ beim Spracherwerb gibt es nicht, und das Überstülpen einer bestimmten Methode von oben ist nicht zielführend. Vielmehr geht es darum, dass sich gut ausgebildete Lehrkräfte in den Grundschulen auf der Grundlage der Fachwissenschaften darauf verständigen, welches Lehrwerk oder welche Methode sie in der einzelnen Schule einsetzen wollen, um ihren Kindern das Lesen- und Schreiben-Lernen zu ermöglichen. „Unabhängig davon erkennt jede Lehrkraft, welche individuelle Förderung ein Kind braucht und wie es Sprache und Schreiben am besten lernt“, erklärt Beckmann.

Zudem ist im Lehrplan genau aufgeschlüsselt, was Kinder am Ende der Schuleingangsphase und nach der 4. Klasse können müssen. „Entscheidend ist, dass eine Methode, für die sich eine Schule entschieden hat, auch von ihr beibehalten werden kann. Aufgezwungene Änderungen von außen sind nicht zum Wohle der Kinder“, stellt Beckmann klar.


Pressemitteilung 36-14
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