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29.04.2014

VBE: Jetziges G8 bedeutet Überforderung und mangelnde Durchlässigkeit

Reform des G8-Abiturs dringend nötig

Das Abitur nach acht Jahren, wie es im Moment an den Gymnasien in NRW angeboten wird, müsse dringend reformiert werden, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, dies zeige auch die heute in Düsseldorf vorgestellte Forsa-Umfrage. „Die jetzige Form führt zur Überforderung der Gymnasiasten und verhindert gleichzeitig, dass begabte Schüler anderer Schulformen ohne zeitliche Verluste an die gymnasiale Oberstufe wechseln können.“

Die Gymnasiasten seien durch das G8-Abitur während ihrer Schulzeit größeren Belastungen ausgesetzt als früher, so Beckmann: „Die Sekundarstufe I im Gymnasium geht über fünf Jahre – allerdings finden sich in ihr komprimiert Lehrinhalte von sechs Jahren wieder. Der Unterricht muss deswegen massiv auf den Nachmittag ausgeweitet werden, auch wenn die Schule als solche nicht explizit als Ganztagsschule ausgelegt ist.“ Das sei nichts Halbes und nichts Ganzes, bemängelt Beckmann. Eine völlige Kehrtwende zum G9 hält der VBE allerdings nicht für sinnvoll.

Der VBE bleibt bei seinem Vorschlag, die Sekundarstufe I auf sechs Jahre zu verlängern und somit zu entzerren. Im Gegenzug könnte die Oberstufe an den NRW-Gymnasien auf zwei Jahre verkürzt werden. „Damit käme man auch den Schulformwechslern entgegen. Diese müssen im Moment faktisch eine Klasse – nämlich die 10. – wiederholen, obwohl sie sie bereits an ihrer alten Schule ohne gymnasiale Oberstufe absolviert haben“, erklärt Beckmann. Diese Vorgehensweise würde sie aktuell ein Jahr kosten und sei vertane Zeit. „Das G8-Rad muss nicht neu erfunden werde. Aber eine Reform ist dringend nötig, um die Durchlässigkeit zu verbessern – vor allem für die Kinder, die nach der Klasse 6 aufs Gymnasium wechseln wollen“, fordert er.


Pressemitteilung 21-14
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