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26.03.2014

VBE: Bezahlung muss geschlechtergerecht sein

Mehr Gerechtigkeit wagen

„Nach wie vor wird Lehrerinnen und Schulleiterinnen im öffentlichen Dienst eine faire Bezahlung verweigert“, kritisiert Jutta Endrusch, stellvertretende Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW und VBE-Bundesfrauenvorsitzende, vor dem Hintergrund der heutigen Landtagssitzung, die sich mit den Lohnunterschieden im öffentlichen Dienst beschäftigt. Immerhin 68 % der im Schuldienst tätigen Lehrkräfte seien Frauen. Das Problem stelle sich verschärft in Grundschulen: „Lehrkräfte an Grundschulen – und das sind fast nur Frauen – haben die höchste Unterrichtsverpflichtung, stehen aber bei der Bezahlung am unteren Ende“, so Endrusch.

Den Kolleginnen werde aber nicht nur die Anerkennung auf Gleichwertigkeit ihrer Arbeit verweigert, bemängelt Endrusch: „Der öffentliche Arbeitgeber mutet ihnen eine Bezahlung nach der Schuhgröße ihrer Schüler zu. Dieselbe Logik steckt dahinter, wenn Grundschulleiterinnen für ihre Führungsaufgaben kaum Leitungszeit und keine adäquate Bezahlung erhalten.“ Der VBE fordert daher, diese veralteten Zustände endlich zu beseitigen. „Die jüngst veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes sprechen Bände“, so Endrusch, „Frauen in NRW verdienen 20 % weniger Geld als Männer. Mit dieser Ungleichbehandlung muss endlich Schluss sein.“

Mit ein Grund für den Lohnunterschied ist der Beschäftigungsumfang von Frauen, erklärt Endrusch. Lehrerinnen sind häufiger teilzeitbeschäftigt und häufiger Tarifangestellte. „Durch den immer noch ausstehenden Tarifvertrag zur Eingruppierung von Lehrkräften sind folglich Frauen besonders stark betroffen. Deswegen ist die Aufnahme von Verhandlungen zwischen dbb und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu einer bundesweiten Entgeltordnung für Lehrkräfte ein wichtiges Signal, um das Problem fehlender Geschlechtergerechtigkeit bei der Bezahlung zu entschärfen.“


Pressemitteilung 15-14
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