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05.03.2014

VBE: Reform des G8-Abiturs unabdingbar

Schüler werden durch G8-Abitur unnötig überfordert

„Das Abitur nach 12 statt 13 Jahren ist nicht die Erfolgsgeschichte, für die sie die Landesregierung ausgibt und wie sie Frau Löhrmann im dpa-Interview vom 27. Februar versucht hat darzustellen“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, „die jetzige Form des G8 führt zu einer Überforderung vieler Schüler in der Sekundarstufe I und verhindert die notwendige Durchlässigkeit.“ Deswegen hält der VBE im Gegensatz zu Schulministerin Löhrmann eine Reform des sogenannten G8, des Abiturs nach acht Jahren weiterführender Schule, für unabdingbar – gerade mit Blick auf Schüler aus nicht-gymnasialen Bildungsgängen.

In der Sekundarstufe I des Gymnasiums, die nach wie vor nur über fünf Jahre geht, finden sich Lehrinhalte für sechs Jahre komprimiert wieder, bemängelt Beckmann: „Die Schüler sind deswegen einer immensen Belastung ausgesetzt. Unterricht findet verstärkt am Nachmittag statt, auch wenn die Schule nicht explizit als Ganztagsschule ausgelegt ist. Oft finden wir nur einen reduzierten Ganztag vor. Gut gemeint ist in diesem Fall wieder mal nicht gut gemacht.“ Die Sekundarstufe II am Gymnasium hingegen könnte gut auf zwei Jahre reduziert werden, so Beckmann.

Dabei muss laut Beckmann für Verbesserungen nicht einmal eine 180-Grad-Wende her, G8 als Regelform könnte für das Gymnasium durchaus beibehalten werden. Die vorhandenen Defizite sollten nicht länger schön geredet werden, sondern durch eine neue Struktur deutlich verbessert werden. So sei es z. B. dringend nötig, die Lehrpläne in der Sek I zu entzerren und die Sek I auch am Gymnasium über sechs Jahre laufen zu lassen. „Damit könnte man auch Schulformwechslern entgegenkommen, die im Moment beim Wechsel in die Oberstufe eines Gymnasiums eine Klasse – nämlich die 10. – faktisch wiederholen müssen, obwohl sie diese an ihrer alten Schule ohne gymnasiale Oberstufe bereits absolviert haben.“ Statt einer Hemmnis der Schullaufbahn würde so die Durchlässigkeit – auch für Schüler, die nach Klasse 6 auf ein Gymnasium wechseln wollen – deutlich verbessert, so Beckmann.


Pressemitteilung 12-14
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