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22.11.2010

Lernbedingungen an Haupt- und Realschulen jetzt deutlich verbessern

kein Kind darf verloren gehen

„Solange es Haupt- und Realschulen gibt, ist die Landesregierung in der Pflicht, für diese Schülerinnen und Schüler eine bestmögliche Förderung und Bildungsteilhabe zu sichern. Investitionen in eine bessere Unterrichtsversorgung sind gut angelegt. Sie erhöhen die Bildungsteilhabe aller Schüler, die jetzt im System sind und sichern zugleich gute Rahmenbedingungen für zukünftig entstehende Gemeinschaftsschulen“, so Udo Beckmann Vorsitzender der Lehrergewerkschaft VBE NRW.

Die Folgen des veränderten Schulwahlverhaltens der Eltern sowie der rückläufigen Schülerzahlen haben die Hauptschulen längst erreicht und greifen inzwischen auch schleichend auf die Realschulen über. Die Gemeinschaftsschule kann dieses Problem auf Grund ihres Modellcharakters auf absehbare Zeit nur an wenigen Standorten lösen. Das heißt auch, dass der überwiegenden Mehrheit der Schüler und Lehrkräftein der Sekundarstufe I die Vorteile der Gemeinschaftsschule zurzeit vorenthalten bleiben. Für die Schüler sind das neben dem längeren gemeinsamen Lernen der Ganztag und die kleineren Lerngruppen, für die Lehrkräfte sind dies u. a. eine geringere Unterrichtsverpflichtung  und  verbesserte  Aufstiegsmöglichkeiten.

„Nach Auffassung des VBE wird die Gemeinschaftsschule langfristig die Schulformen Haupt- und Realschule  weitgehend ersetzen“, so Beckmann. „Der VBE unterstützt dies. Wir sind aber auch der Auffassung, dass Kinder und Lehrer nicht nur im Modellversuch verbesserte Rahmenbedingungen haben sollen, um die Qualität von Bildung und Erziehung zu steigern. Daher wäre es weitsichtig, wenn die Landesregierung bereits jetzt die Rahmenbedingungen einschließlich der Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte an allen Schulformen angleichen und für alle Schulformen ein bedarfsgerechtes Unterstützungssystem aus Sozialpädagogen und Schulpsychologen aufbauen würde. Auch dies würde die sukzessive Überführung des bestehenden bildungsgangorientierten Schulsystems in ein System des längeren gemeinsamen Lernens deutlich erleichtern.“

Der VBE vertritt die Auffassung, dass eine Verbesserung der Qualität in den Schulen langfristig Kosten spart, weil damit teure Nachqualifizierungsmaßnahmen entfallen würden.

„Die Kinder haben das Schulsystem nicht zu verantworten“, so Beckmann. „Deshalb muss die Politik dafür sorgen, dass in dem System, das sie bereitstellt, kein Kind verloren geht.“

PM 59/10

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