Ergebnisse aus der VERA-Umfrage 2010

04.10.2010
Der VBE hat im Juni die Meinung der Lehrkräfte zu den Lernstandserhebungen VERA abgefragt. An der vom VBE durchgeführten VERA-Umfrage beteiligten sich 2107 Lehrerinnen und Lehrer. Diese hohe Beteiligung zeigt, dass die Lernstandserhebungen mehr und mehr in die Kritik geraten.

Der VBE hat im Juni die Meinung der Lehrkräfte zu den Lernstandserhebungen VERA abgefragt. An der vom VBE durchgeführten VERA-Umfrage beteiligten sich 2107 Lehrerinnen und Lehrer. Diese hohe Beteiligung zeigt, dass die Lernstandserhebungen mehr und mehr in die Kritik geraten.

Umfrageergebnisse (pdf) ansehen.

Anmerkungen zu den Ergebnissen und Forderung des VBE:

- Das ursprüngliche Ziel der Lernstandserhebungen war die schulinterne Standortbestimmung zur Weiterentwicklung von Unterricht, Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung. Durch Ergänzungen und Erweiterungen in den Folgejahren, wie die Rückmeldungen über die einzelne Schülerin/den einzelnen Schüler, die Einbeziehung für die Leistungsbeurteilung, die Veröffentlichung der Ergebnisse (Ranking) und die Prämierung der besten Leistungen wurde das eigentliche Ziel aufgegeben und verfehlt.

- Es fehlten von Anfang an Hinweise und Hilfen für den Umgang mit den Ergebnissen im Sinne von Schulentwicklungsarbeit.

- Umfassende Informationen und Fortbildungen für Lehrkräfte fanden nicht statt.

- Durch den Druck auf die Schulen, der durch die Veröffentlichung der Ergebnisse, das Ranking und durch die Prämierung der besten Leistungen erzielt wird, kann eine objektive Bestandsaufnahme nicht mehr stattfinden. Die Schulen bereiten ihre Schülerschaft durch gezielte Übungen vor, mit Unterstützung des Ministeriums(Hinweise zu Übungsmöglichkeiten im Elternschreiben).

- Die Berücksichtigung der Ergebnisse für die Leistungsbewertung ist sachfremd. Ein objektives Verfahren widerspricht den Grundsätzen der Leistungsbewertung in der Grundschule.

- Schulinterne Curricula und unterschiedlich konzipierte und in Schulen eingesetzte Schulbücher haben Einfluss auf den Umgang mit Aufgabenformaten und -inhalten.

- Eine Auswahl von Aufgaben aus einem Aufgabenpool (siehe 1. VERA-Erhebung) könnte zu größerer Akzeptanz bei den Lehrkräften führen.

- Informationen und Hilfen zu Sinn und Nutzen externer Evaluation muss in die Schulen transportiert werden. Neben Fortbildung sind auch Zeitressourcen erforderlich.

Auf Grund dieser Ergebnisse kann die  Forderung des VBE nur lauten:
Die Lernstandserhebungen in der z. Zt. gültigen Form verfehlen ihr eigentliches Ziel, sind ein aufwendiges und dennoch nicht aussagekräftiges Testverfahren und sollten daher nicht mehr durchgeführt werden.

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