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Pressemitteilung vom 02.07.2012
Zeugnisse sind nur ein kleiner Ausschnitt des Lernens
Ein Jahr Büffeln und Arbeiten schreiben hat am Freitag ein Ende – dann ist Zeugnis-Vergabe in NRW. Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW erinnert daran, dass Schüler ein Recht darauf haben, sich in den Ferien auch tatsächlich zu erholen: „Die Arbeitsbelastung und der Stress, den sie unter Umständen in der Schule gehabt haben, sollte für ein paar Wochen vergessen werden.“
Schülerinnen und Schüler bräuchten diese Auszeit, so Beckmann: „Auch sie müssen wieder den Kopf frei kriegen – und das geht nun mal am besten durch Toben, Spielen und Entspannen. Abschalten ist für Kinder genauso wichtig wie für Erwachsene.“
Er hält es daher für wichtig, auch bei schlechten Noten nicht sofort in den Ferien mit Nachhilfe zu beginnen. „Die Balance ist wichtig. Urlaubsaktivitäten und nötige Nachhilfe sollten sich die Waage halten“, rät Beckmann. Wer am Freitag schlechte Noten oder gar die Nicht-Versetzung nach Hause bringt, darf durch Lernen in den Ferien nicht noch zusätzlich „bestraft“ werden. „Eltern müssen ihrem Kind klar machen, dass sein Wert nicht allein von Zeugnisnoten abhängig ist. Noten spiegeln nur einen kleinen Ausschnitt des Lernens wider“, erklärt Beckmann.
Vielmehr müssten Eltern bereit sein, das Kind Kind sein zu lassen, ihm aber auch gleichzeitig Perspektiven fürs nächste Schuljahr aufzeigen. Das ginge am besten, wenn Defizite in der Schule in Absprache mit den Lehrern gemeinsam in den Ferien angegangen werden – „aber immer mit Augenmaß“, so Beckmann, „nach den Zeugnissen die Ferien durchlernen fördert das Kind nicht, es überfordert vielmehr und lässt keine Luft für die nötige Erholung.“ Pressemitteilung 28-12
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