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VBE: Noch viele ungelöste Bildungs-Baustellen in NRW

Pressemitteilung vom 21.06.2012

Eckpunktepapier von SPD und Grünen ist ein diskutabler Weg zur Inklusion

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW gratuliert Sylvia Löhrmann zu ihrer Wiederernennung als Bildungsministerin. „Aber auch wenn bald Sommerferien sind – viel Zeit zum Ausruhen bleibt Frau Löhrmann nicht“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung, „dafür gibt es immer noch viel zu viele Bildungs-Baustellen in NRW, die dringend fertiggestellt werden müssen.“

Vor allem das Thema Inklusion, das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht-behinderten Kindern, ist eine große Herausforderung. Im Schuljahr 2013/2014 sollen Eltern das Recht auf inklusive Beschulung haben, „bis dahin müssen aber erst noch die Rahmenbedingungen geschaffen werden“, so Beckmann und fordert: „Mehr Lehrer, mehr Sonderpädagogen, kleinere Klassen und zusätzliche Räume.“

Viele Schulen, insbesondere Grundschulen, sind ohne Schulleiter. „Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden“, fordert Beckmann: „Es gibt zu wenig Anreize: Die Bezahlung muss attraktiver werden, außerdem brauchen die Schulleiter mehr Zeit, um ihre Leitungsaufgaben zu erfüllen – Hausmeister-Tätigkeiten und Sekretariats-Arbeiten müssen für Schulleiter tabu sein.“

Auch die Rahmenbedingungen der Sekundarschulen gehören auf die To-do-Liste, so der VBE-Vorsitzende: „Bis zu 30 Schüler in einer Klasse sind eine Zumutung – für Schüler und Lehrer.“ Generell müssten wegen der zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft und anderer Lernformen die Klassengrößen schrumpfen – in allen Schulstufen und Schulformen, sagt Beckmann.

„Unsere Erwartungen an die neue Bildungsministerin sind groß. Die Empfehlungen, die die Bildungskonferenz unter ihrer Leitung erarbeitet hat, sind eine gute Basis, um mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen. Dennoch müssen endlich klare Bekenntnisse her, wie die Maßnahmen konkret finanziell umgesetzt werden sollen“, stellt Beckmann klar.


Pressemitteilung 27-12



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