Pressedienst vom 24.10.2007
Bildungsvorstellungen bei Grundschulkindern
„Dass die Bildungsvorstellungen schon bei Grundschulkindern stark von der sozialen Herkunft abhängig sind, ist erneut ein Anlass, um über längeres gemeinsames Lernen nachzudenken“, erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft VBE NRW. „Durch die frühe Trennung der Kinder werden diese unterschiedlichen Ausgangsbedingungen noch weiter verfestigt.“
Laut dieser Studie durchziehen „diese schlechteren Startchancen von Kindern aus den unteren Herkunftsschichten alle Lebensbereiche und wirken wie ein Teufelskreis.“ In den PISA-Studien findet man dann immer wieder aufs Neue die Belege dafür, dass die Bildungschancen in keinem anderen Industrieland so sehr von der sozialen Herkunft abhängig sind wie in Deutschland. Schulformen werden darüber hinaus als „differenzielle Entwicklungsmilieus“ beschrieben, in denen Kinder trotz gleicher Leistungsfähigkeit unterschiedliche Lernergebnisse erreichen.
„Die Ergebnisse der heute vorgelegten Studie sind ein Beleg mehr dafür, dass die Zukunft dem längeren gemeinsamen Lernen gehören muss“, so Beckmann weiter. „Wir dürfen nicht länger zulassen, dass soziale Ungleichheit so massiv von Generation zu Generation weitergereicht wird.“
PD 59/07
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