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29.01.2010

Realschulen auf der Suche nach sich selbst

VBE: Realschule von heute ist Hauptschule von gestern

„Willkommen in der Schulstrukturdebatte“, ruft der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann dem Realschullehrerverband zu. „Es ist schön, dass der RLV erkannt hat, dass Veränderungen an der Schulstruktur unausweichlich sind. Dass der RLV diese Kehrtwende mit einer Umfrage tarnt, ist verbandspolitisch nachvollziehbar. “

Offensichtlich hat der RLV aber selbst noch keine zündenden Argumente für die eigene Schulform gefunden und nimmt deshalb Anleihe bei den Hauptschulen. Die Realschule soll nun diejenige Schulform sein, „die am besten auf eine praktische berufliche Tätigkeit vorbereitet.“ Exakt so wurde die Aufgabe der Hauptschule bei ihrer Einführung definiert, und nach Ansicht einiger CDU-Politiker soll sie ja auch heute noch die Schulform für die „praktisch Begabten“ sein.

„Dass darüber hinaus als besonderer Pluspunkt der Schulform Realschule die Möglichkeit des Übergangs zu weiteren Qualifikationen wie Abitur oder Handelsschulabschluss genannt wird, ist schon fast lustig“, so Beckmann. „Die Möglichkeit des Übergangs zu weiteren Qualifikationen bieten auch Haupt- und Gesamtschulen.“

Zumindest hat der RLV eingesehen, dass es weitere Verbundlösungen geben wird und geben muss. Der VBE sieht das als Fortschritt an.

„Dass der RLV für diese Verbünde den Führungsanspruch der Realschulen beansprucht, ist sozusagen seine verbandspolitische Pflicht, denn schließlich verleihen ihm nur die Realschulen seine Existenzberechtigung“, so Beckmann. „Logisch ist es aber deshalb nicht. Wenn doch die Realschule von heute die Hauptschule von gestern ist und deren Erbe antritt, auf eine praktische berufliche Tätigkeit vorzubereiten, könnte der VBE genauso gut den Führungsanspruch der Hauptschulen für die Verbundschulen einfordern. Solche egoistischen und vereinsmeierischen Debatten führen aber zu nichts. Es muss vielmehr darum gehen, von dem engstirnigen Denken in Schulformen wegzukommen und sich über neue Lösungen zu verständigen. Dazu ist der RLV herzlich eingeladen.“

PD 06/10

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